24. Reisetag – Freitag, 30.01.2026 Fort-de-France/Martinique
Als wir am Morgen um 8:00 an der Pier von Fort-de-France festmachten, lagen wir im Schatten der sehr viel größeren Mein Schiff 2 (2.900 Passagiere)
Wie die bereits angelaufenen Inseln Guadeloupe ist auch Martinique französisches Überseegebiet und zur EU gehörig, also holten wir wieder unsere Euros hervor.
Für heute stand wieder mal der karibisch touristische Dreiklang auf dem Programm, nämlich:
- Kirche,
- Markt,
- Fort
Der Markt war schnell erledigt.
Ein ganz kleiner Teil war hauptsächlich für die Einheimischen gedacht, denn hier gab es Obst und Gemüse. Der weitaus größer Teil war angefüllt mit einem Sammelsurium von Waren, die ausschließlich die touristische Klientel ansprechen soll.
Das Fort gab von der Straße aus gesehen nicht viel her. Da es sich um ein aktives Militärgebiet handelt, ist das Betreten des Geländes auf eigene Faust nicht gestattet. Deshalb gibt es hiervon kein Foto.
Praktisch als Zugabe zum erwähnten Dreiklang wurde uns auf unseren Rundgang noch die architektonisch interessante Bibliothèque Schœlcher geboten.
Dieses Programm war an einem Vormittag zu bewältigen, somit hatten wir am Nachmittag frei. Deshalb war Zeit genug den 3. Blogeintrag fertigzustellen und online zu stellen.
Die Empfänger des Newsletters bitte ich um Nachsicht, wenn sie diesen zwei- oder sogar dreimal erhalten haben. Mein Outlook auf dem Laptop und der Internet-Server des Schiffs hatten sich heute gar nicht wie sonst gut vertragen. Deshalb musste ich den Newsletter-Versand 3x aufsetzen, wobei es mir nicht zu 100% gelungen ist, die Abonnenten, bei denen der Versand bereits geklappt hatte, bei den Wiederholungen auszuschließen.
Da übermorgen in Barbados der erste Reiseabschnitt zu Ende gehen wird, war heute die Abschiedsgala unausweichlich. Aber das Lido-Restaurant hat meist ein Einsehen mit uns und bietet unaufgefordert neben den Gala-Genüssen auch ganz profane Pasta mit Sauce Bolognaise an.
25. Reisetag – Samstag, 31.01.2026 Soufrière/St. Lucia
Der kleine Ort Soufrière (knapp 8.000 Einwohner) hat keine Pier, die groß genug ist, die ARTANIA anlegen zu lassen, also musste getendert werden.
Die Hauptsehenswürdigkeiten sind der
Gros Piton (798 m)
und der
Petit Piton (743 m)
... sowie der Botanische Garten mit den Diamant Waterfall.
Zum Besteigen waren die Berge zu hoch, aber der Weg zum Botanischen Garten war mit knapp 2 Kilometern zu bewältigen.
Der Eintritt Betrug 35 Ostkaribische Dollar, womit unsere Barschaft dieser Währung dann aufgebraucht war.
Hätten wir auch noch in den Becken mit dem mineralischen Thermalwasser baden wollen, hätten wir mit US-Dollars aufstocken müssen.
Aber Baden stand nicht auf unserem Programm (obwohl heute Samstag war 😊).
Der Diamont Fall gab fotografisch zwar nicht viel her, ...
... was aber weder uns noch andere davon abhielt, das Foto-Handy zu zücken.
26. Reisetag – Sonntag, 01.02.2026 Bridgetown/Barbados
Barbados ist eine Hochburg für Kreuzfahrtschiffe.
Heute bevölkerten mal wieder knapp 10.000 Kreuzfahrtgäste die Insel, denn neben der ARTANIA lagen noch weitere dicke Pötte an den Piers.
Entsprechen groß war das Gewimmel im und am Kreuzfahrtterminal.
Unzählige Taxen, Shuttlebusse für Transfers zu den verschiedenen Stränden und Vans für Rundfahrten standen bereit.
Sogenannte Dispatcher organisierten die Verteilung der Fahrgäste auf die Fahrzeuge.
Wir wollten uns allerdings nicht verteilen lassen, sondern machten uns auf für einen kleinen Spaziergang.
Vorher konnten wir uns noch ganz herzlich von Diane verabschieden, die heute von Bord geht.
Schließlich hatten Doris und ich hatten mit ihr zusammen viele Stunden im "Büro" verbracht. Diane war für die Gold- und Silberberatung in der Bibliothek zuständig, ein persönlicher Service für alle Fragen, Sorgen und Nöte für die Gold- und Silbergäste (das sind die Bewohner von Balkonkabinen). Diane ist eine Freelancerin, die engagiert wird, wenn bei Phoenix "Not am Mann/Frau" ist.
In die Stadt, in der es aber nicht allzu viel zu entdecken gab.
Aber ein Einheimischer an der Uferpromenade erregte allerdings unsere Neugier. Mit einem Hammer „stimmte“ er eine Steel-Drum, ein Instrument, das aus Metallfässern hergestellt wird. Bereitwillig demonstrierte er uns auf einem schon fertigen Instrument, wie es gespielt wird. Er forderte mich auf, es auch einmal zu versuchen.
Sehr geschickt habe ich mich dabei allerdings nicht angestellt.
Eine einfache vorgegebene C-Dur-Tonfolge bekam ich gerade noch hin, nachdem er mir die einzelnen Tonflächen der Steel-Drum ordentlich beschriftet hatte. Aber beim karibischen Rhythmus musste er mich ständig korrigieren und gab dann schließlich freundlich lächelnd auf – und ich auch.
Wider Erwarten verlangte der Mann gar kein Geld, freute sich aber über den Dollar und das Bonbon von Doris.
Damit war unser Landgang in Bridgetown auch schon wieder beendet.
Heute war auch Passagierwechsel, denn der 2. Reiseabschnitt hatte begonnen, der unter dem Titel „Von Barbados bis zur Copacabana nach Rio" läuft.
27. Reisetag – Montag, 02.02.2026 Bridgetown/Barbados
Am zweiten Tag in Bridgetown wollten wir eigentlich zu einem Strand fahren, um im warmen, türkisfarbenen Wasser zu schwimmen. Ein Crew-Mitglied, das gestern schon am Strand war, erfuhren wir, dass das türkisfarbene Wasser relativ kalt gewesen wäre. Die Mär „Wenn man erst drinnen ist, fühlt es sich viel wärmer an“ glauben wir schon lange nicht mehr und beschlossen an Bord zu bleiben.
Das gibt mir auch Zeit und Gelegenheit zu berichten, was sich gestern für ein Schwachsinn im Gästebuch meines Blogs abgespielt hat.
Ein Herr Manfred Kleist aus Sindlingen hat Folgendes geschrieben:
Da ich diesen Nonsens nicht unkommentiert lassen wollte, schrieb ich im Gästebuch folgende Erwiderung:
Die Reaktion war ein erneuter Gästebucheintrag wie folgt:
Das hat sich dieser Mensch natürlich aus irgendeinem seiner Finger gesaugt.
Zu meiner Rehabilitation:
Wir spielen überhaupt kein Bingo.
Kuchen kann man sich, wie bekannt ist, soviel holen, bis man platzt.
Über Geschmack, Qualität und Auswahl des Essens äußern wir uns grundsätzlich nicht, denn über Geschmack lässt sich nicht streiten, wie ein kluges Sprichwort sagt.
Und dass ich den Atlas aus der Bibliothek mitgenommen habe, was der Herr sogar eigenäugig gesehen hat – dazu fällt mir nichts mehr ein????
Jetzt habe ich mehrere Möglichkeiten
- Diesen Sonderling gar nicht beachten,
- Den Herrn bedauern, er könnte ja eine psychische Krankheit haben,
- Aber wenn er einfach nur bösartig ist, müsste ich ihm irgendwie verbal gegen das Schienbein treten können.
Was ich auf keinen Fall tun werde, ist die Einträge löschen. Zum einen lasse ich sie als Kuriosum stehen, zum anderen kann mir dann niemand Zensur oder Unterdrückung unliebsamer Meinungen vorwerfen, auch wenn dieser Müll keine freie Meinungsäußerung mehr ist, sondern das Zeug dazu hat, als Üble Nachrede (§ 186 StGB) oder Verleumdung (§ 187 StGB) strafrechtlich relevant zu sein.
Jedenfalls sind die Beiträge des Herrn Kleist ein Versuch, meinem Ruf als seröser Blogger zu schaden.
Aber ein Gutes hat es, ich konnte an einem eigentlich belanglosen Reisetag etwas Außergewöhnliches berichten.
Nachdem ich diese Zeilen bereits geschrieben hatte, hatte ich die Gelegenheit, mit dem Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka zu sprechen.
Er bestätigte mir, was ich sowieso schon vermutet hatte. Somit habe ich mit der folgenden Erwiderung im Gästebuch diese Schmierenkomödie abgeschlossen.
28. Reisetag – Dienstag, 03.02.2026 Kingstown / St. Vincent & Grenadines
Kingstown liegt auf der Insel St. Vincent, die wiederum zum karibischen Inselstaat St. Vincent & Grenadines gehört. St. Vincent ist die Hauptinsel und einer Kette von 32 kleineren Inseln sind die Grenadinen.
Das Internet hatte uns eine Stelle verraten, von der man eine schöne Aussicht auf den Hafen hätte und nicht die allzu weit (2,5 Kilometer) vom selbigen entfernt ist. Die 80 Meter Höhenunterschied müssten zu schaffen sein.
Der Weg führte zunächst durch das kleine quirlige Stadtzentrum von Kingstown (13.000 Einwohner). Hier scheint jede freie Fläche an den Straßenrändern von Verkaufsständen und fliegenden HändlerInnen genutzt zu werden.
Als dann langsam der Anstieg begann, ließ das geschäftige Treiben schlagartig nach.
Begegneten wir jetzt auf unserem Weg Einheimischen, wurden wir entweder mit einem „Hello“ oder „Good Morning“ oder einfach nur durch heben der Hand gegrüßt.
Nachdem wir die Aussicht genossen und ein paar Fotos geschossen hatten, ...
... ging es wieder zurück zum Schiff, wo wir verschwitzt ankamen.
Bei heißen Temperatur wird in der Regel vor der Gangway ein Pavillon aufgestellt, wo ein Crew-Mitglied kostenlos kalte Getränke an die Heimkehrer ausschenkt, mal einen Eistee, mal einen Fruchtsaft und alternativ einfach nur kaltes Wasser.
Ab heute wurde dieser Service auf Selbstbedienung umgestellt.
Ein Hinweisschild informierte über diese Neuerung, ...
... in meinen Augen eine sinnvolle Maßnahme. So muss nicht jemand von der Crew stundenlang diesen etwas langweiligen Dienst verrichten. Denn einen Zapfhahn wird sicherlich sowohl der erfahrene als auch der weniger erfahrene Kreuzfahrer bedienen können.
Einen Verbesserungsvorschlag hätte ich allerdings noch: Ein Schildchen an jedem der beiden Behältern anbringen, die verraten, wo Wasser und wo Tee gezapft werden kann.
Heute war der Tee links und das Wasser rechts)
Aber die Methode „Probieren geht über studieren“ funktioniert natürlich auch. So ein fehlendes Schildchen ist nun auch wirklich kein Beinbruch, geschweige denn ein Mangel oder Ärgernis.
Ein wirkliches Ärgernis aber ist der Ausfall der Destination Georgetown in Guyana, ein exotisches Ziel, dass noch nie angelaufen wurde und auf das wir ganz besonders gespannt waren und auf das wir uns sehr gefreut hatten .
An Bord hat das der Kreuzfahrtdirektor in seiner Sendung „Auf ein Wort“ im Bordfernseher die Streichung so erklärt:
Als vor mehr als zwei Jahren die Route bei Phoenix in Bonn entwickelt wurde, wurde dem Planer bestätigt, dass der Hafen in Georgtown geeignet, sprich tief genug ist, die ARTANIA einlaufen zu lassen.
Jetzt hätte aber eine genauere Überprüfung ergeben, dass die ARTANIA unter Normalbedingungen zu viel Tiefgang für den Hafen hat. Nur bei besonders starker Flut wäre vielleicht, eventuell, unter Umständen ein Anlaufen möglich gewesen.
Tendern ist leider auch keine mögliche Alternative, denn es gibt keine passenden Anlegestellen für die Tenderboote.
Der Fehler liegt meines Erachtens ganz klar in Bonn, denn diese Erkenntnis hätte der Planer auch schon damals haben können bzw. müssen.
So gibt es zum Beispiel die (kostenlosen) Internetseite
https://incodocs.com/portshttps://incodocs.com/ports/gy/sea-port/gygeo
Hier konnte sogar ich als absoluter Laie erkennen, dass der Hafen nicht sehr tief ist. Füttert man eine KI mit den dort genannten Zahlen, kommt sie zu folgendem Ergebnis:
Alles klar 🙂 Dann schauen wir uns das konkret für die ARTANIA in Georgetown (Guyana) an.
🚢 ARTANIA – Tiefgang vs. Georgetown
ARTANIA – Tiefgang:
➡️ ca. 7,8 m
Georgetown (Demerara River / Hafen):
- Max. zulässiger Tiefgang laut Portangaben: 8,2 m
- Wassertiefe an den Piers: meist nur ca. 5–6 m
- Tidenhub: rund 2,5–3,0 m.
⚓ Reicht das für die ARTANIA?
Rein rechnerisch
- Hochwasser: 6,0 m (Pier-Tiefe) +ca. 2,6 m Tide = ~8,6 m Wasser
- Abzüglich Unterkielabstand (Sicherheitsreserve, meist 0,5–1,0 m):
- effektiv nutzbar: ~7,6–8,1 m
👉 Das liegt exakt im Grenzbereich zum Tiefgang der ARTANIA (7,8 m).
🧭 Praktische Realität
Deshalb gilt in der Praxis:
- ⚠️ Direktes Festmachen der ARTANIA an der Pier ist sehr schwierig bis unrealistisch
- ✅ Nur bei exakt passendem Hochwasser, sehr guten Bedingungen und ggf. reduziertem Tiefgang denkbar
- ❌ Kaum Sicherheitsreserve, vor allem wegen:
- starker Sedimentation
- wechselnder Flusstiefen
- Sicherheitsvorgaben der Reedereien
🟢 Kurzfazit
- ARTANIA Tiefgang: ~7,8 m
- Georgetown Pier: zu flach für einen sicheren Linien-Liegeplatz
Man hätte Georgetown/Guyana bei einer seriösen Routenplanung nie und nimmer ins Programm hätte aufnehmen dürfen.
Die Anlaufmöglichkeit wäre, wenn nicht mit einem Sechser im Lotto, so doch zumindest einem Fünfer und Zusatzzahl vergleichbar gewesen.
War dieses Ziel also nur ein Lockvogel? Beweisen kann man das natürlich nicht, aber der Verdacht drängt sich nun mal auf.
Aber Phoenix hat sich clever abgesichert. Wenn man sich im Katalog den Routenplan mit den Eintrag für Georgetown ansieht, sieht man ein kleines hochgestelltes „t“.
Schaut man in der Legende nach, erfährt man, was das "t" besagt:
Tidenabhängig bedeutete bisher in der Praxis, dass sich die Liegezeiten ändern können. Aber es könnte natürlich auch eine komplette Streichung bedeuten, wie der jetzige Fall zeigt.
Wirklich Pech, dass am 8.2.2026 ist kein Vollmond ist undkeine Springflut zu erwarten ist. Aber der geneigte Reisegast wurde ja im Katalog auf das Tiden-Risiko hingewiesen.
Das nenne ich im besten Fall hinterlistig.
Oder handelt es sich gar um unlauteren Wettbewerb? Das wird man ja noch fragen dürfen.
29. Reisetag – Mittwoch, 04.02.2026 Port Elizabeth/Bequia/St. Vincent & Grenadines
Jetzt schippern wir schon viele Tage durch die Karibik und wir waren noch kein einziges mal Baden. Damit nicht das Gerücht aufkommt, wir seien Wasserscheu, stand heute ein Strandbesuch auf dem Programm.
Die ARTANIA ankerte vor der Insel Bequia, die südlich von St. Vincent liegt.
Nach dem Frühstück wurden wir nach Port Elizabeth an Land getendert. Von hier gab es mehrere Möglichkeit zur Princess Magret Beach, den Strand, den wir uns ausgesucht hatten, zu gelangen.
Der 30-minütige Fußweg kam wegen der zusätzlich zum normalen Landgangsrucksack mitgenommenen Badesachen nicht in Frage. Als Alternative zum Laufen gab es Taxis und Wassertaxis.
Das Wassertaxi war heute das Transportmittel unserer Wahl (20 US-Dollarkomplett für uns beide, hin und zurück).
Das Besteigen des kleinen Bötchens hatte so seine Tücke, denn der Einstieg erfolgte direkt im Wasser und nicht an einem Steg. Also wurden die Schuhe ausgezogen, die Hosenbeine hochgekrempelt und festgestellt, dass das kleine Bötchen auf einmal gar nicht mehr so klein war, als wir bis zu den Waden im Wasser standen und da irgendwie rein mussten. Die Bordwand war nämlich doch recht hoch. Mir gelang es gerade noch so, mich rittlings hochzuziehen, um erstmal auf dem Bug zu sitzen, sich auf dem Podex drehen und dann ins Boot zu gleiten. Da Doris einen Kopf kleiner ist als ich, gelang das mit dem rittlings hochziehen nicht. Der Bootsführer aber nicht faul, schnappte sich Doris und hob sie über die Bordwand, wo ich sie in Empfang nehmen konnte.
Die Fahrt dauerte nicht lange, ca. 5 Minuten, vielleicht auch ein wenig mehr.
An der Princess Magret Beach gab es einen Steg, auf den wir vom Boot irgendwie hochklettern mussten, was wegen der starken Dünung und Brandung gar nicht so einfach war, aber irgendwie gelang.
Wir vereinbarten, dass uns das Boot um 13:00 Uhr wieder abholen sollte.
Am Strand unter Bäumen entdeckten wir einen Tisch mit Bänken, wo wir uns niederlassen konnten und geschützt im Schatten saßen.
Doris strich allerdings das Schwimmen von der Tagesordnung. Ihr war die Brandung zu heftig.
Das hätte ich auch tun sollen. Das Reingehen und das Schwimmen selbst – kein Problem. Aber das Rauskommen …
Kaum hatte ich festen Boden unter den Füssen, wurde ich vom rücklaufenden Wasser wieder weiter weg vom Ufer gezogen. Auf einmal saß ich auf dem Hosenboden und nach einmal hin zum Ufer – weg vom Ufer, lag ich auf dem Rücken, hilflos wie eine Schildkröte in ähnlich prekärer Position und war ein Spielball des zu- und ablaufenden Wassers.
Die zum Glück herbeigeeilte fürsorgliche Gattin reichte mir ihre helfende Hand und ich war gerettet. Die Schrammen an meinem Rücken waren kaum der Rede wert.
Kurz vor 13:00 Uhr auf dem Rückweg zum Steg (barfuß), wo uns das Wassertaxi wieder abholen sollte, ließ Doris noch einmal den Blick übers Meer streifen und konnte deshalb den Stein nicht sehen, der aus dem Sand herausragte. Dadurch kollidierte ihr kleiner Zeh mit dem Stein, wobei die Knautschzone des Zehs größer war als die des Steins. Das hat furchtbar weh getan.
Das Wassertaxi war pünktlich auf die Minute. Das Herabgleiten vom Steg auf das Boot ging problemlos, auch bei Doris trotz des lädierten Zehs.
Das Boot brachte uns direkt zur Tenderpier. Dort war das Wasser ruhig, sodass das Hochklettern auf den Steg fast mühelos gelang. Am Steg wartete schon unser Tenderboot, das, nachdem wir eingestiegen waren, sofort losfuhr.
In der Kabine konnten wir uns endlich um Doris‘ Zeh kümmern. Er schwoll zusehends an und verfärbte sich dunkel.
Der Schiffsarzt, Dr. „Winnie“ Koller, diagnostizierte: Entweder gebrochen oder verstaucht.
Die Therapie ist in beiden Fällen dieselbe, nämlich Tapen, sodass eine genauere Diagnose nicht mehr erfolgte. Der kleine Zeh wurde mit Pflaster an seinen Nachbarn festgebunden, den Rest muss die Zeit erledigen.
Als Doris die Frage, ob wir genügend Ibuprofen dabeihätten, bejahte, wurde sie aus der Ambulanz entlassen.
Irgendwie war heute nicht unser Tag.




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