117. Reisetag – Sonntag, 03.05.2026 Seetag (5/6)
Auch heute am 5. von 6 Seetagen mussten die Gäste unterhalten werden. So wurde der „Fernseegarten“ geboten. aus der Versenkung geholt.
Im letzten Jahr und ich meine auch im Jahr davor wurde dieser Event nicht mehr durchgeführt.
Fernseegarten, das sind Schminkdemonstration, Interviews mit OffizierInnen, Gesangseinlagen und sonst noch dies und das.
Da das Wetter aber eher ungemütlich war, gab es keine Probleme, wenn jemand einen guten Platz ergattern wollte.
Da war der Nachmittag schon gemütlicher. Cori hatte Geburtstag und uns zum sonntäglichen Kaffee eingeladen.
Dabei blieb es nicht beim Kaffee, sondern es wurde auch dem Anlass entsprechend das ein oder andere Glas Sekt serviert.
118. Reisetag – Montag, 04.05.2026 Seetag (6/6)
An Bord gibt es einen zweiten Blogger.
Auf Facebook hatte er sich per Kommentar auf einen Beitrag von mit „zu erkennen gegeben“.
Sein Blog unterscheidet sich, das muss ich neidlos anerkennen, im Erscheinungsbild erheblich von meinem. Das Design seines Blogs ist frisch und modern, während mein Blog eher als „Old Fashioned“ bezeichnet werden könnte.
Das hängt nicht zuletzt mit den unterschiedlichen Webseiten-Baukästen zusammen, die hierbei zum Einsatz kommen.
Für die technisch Interessierten:
Martin Dudle-Ammann arbeitet mit WORDPRESS und dem Template Divi, ein modernes vielseitiges Werkzeug mit professioneller Layouts-Philosophie.
Ich selbst arbeite mit Joomla (Version 5) und dem Standard-Template Cassiopeia.
Etwas despektierlich gesprochen ist Divi eine moderne Schreinerwerkstatt und Cassiopeia eher ein Laubsäge-Set.
119. Reisetag – Dienstag, 05.05.2026 Praia da Vitória/Terceira/Portugal
Um nicht den ganzen Atlantik in einem Rutsch überqueren zu müssen, steuerte die ARTANIA die Azoren an.
Die Azoren, eine autonome Region Portugals, sind eine Inselgruppe mitten im Atlantik.
Wir selbst waren hier noch nicht gewesen.
Praia da Vitória auf der Insel Terceira ist ein kleiner adretter Ort an der Ostküste mit 6.000 Einwohner.
Da der Hafen ein paar Kilometer außerhalb von Praia da Vitória liegt, ließen wir uns von einem Shuttlebus (8€/Person) in die Ortsmitte bringen.
Unser touristische Programm war eher beschränkt.
Neben einem Stadtbummel gehörte der „Aufstieg“ über die Escadas do Facho (die Treppen zum Leuchtfeuer). Hinauf zum Miradouro do Facho (Aussichtspunkt des Leuchtfeuers) zum Pflichtprogramm.
Das Leuchtfeuer gibt es nicht mehrt, stattdessen findet man heute hier das Monumento do Imaculado Coração de Maria (Statue des Unbefleckten Herzens Marias).
Der steile Aufstieg direkt über die mächtigen Steinterrassen war wegen eines Erdrutschs gesperrt. Die Strecke nach oben über die Straße war zwar etwas länger als der direkte Weg über den Trampelpfad von Terassenstufe zu Terassenstufe, dafür war es so aber auch weniger anstrengend.
Von oben hatten wir erwartungsgemäß einen wunderbaren Blick auf den Ort und über die Bucht.
Nach dem „Abstieg“ stärkten wir uns in einem Café jeder mit einem Espresso und der portugiesischen Spezialität, dem Pastel de Nata (Plural: Pasteis), einem Blätterteigtörtchen.
Das Preisniveau auf den Azoren ist weitaus gefälliger als das in New York. Für die hiesige Gesamtrechnung hätten wir dort nicht einmal einen Becher Kaffee bekommen.
So gestärkt beschlossen wir spontan, statt mit dem Bus fahren zurück zum Schiff zu Fuß zu gehen.
Der gesamte Weg führt über die Bucht am Wasser entlang. Für die etwas mehr als 3 Kilometer veranschlagte Google Maps eine knappe Stunde Fußweg.
Aber da es hier etwas zu sehen und dort etwas zu fotografieren gab und noch einige Geocaches gehoben werden mussten, verdoppelte sich die prognostizierte Wegzeit.

Freilaufende Kühe in einem Hafengelände waren für uns etwas absolut Neues.
Dieses Rindvieh war nur eines von vielen.
Am Ende hatten wir heute im Laufe des Tages immerhin 10 Kilometer zu Fuß zurückgelegt (Weg zum Aussichtspunkt Miradouro do Facho mit eingerechnet).
Erst ungewöhnlich spät um 22:00 Uhr legt die ARTANIA ab.
120. Reisetag – Mittwoch, 06.05.2026 Ponta Delgada/São Miguel/Portugal
Der Kapitän konnte sich heute Nacht Zeit lassen, denn die zurückzulegende Entfernung von Terceira zur Nachbarinsel São Miguel betrug nur 96 Seemeilen.
Im Hafen von Ponta Delgada, der Hauptstadt der Azoren machte die ARTANIA um 8:00 Uhr fest.
Vom Hafen waren es nur wenige Schritte in die Altstadt von Ponta Delgada. Doris und die KI hatten zusammen einen Stadtbummel mit folgenden Wegpunkten vorbereitet:
- Portas da Cidade (Stadttor)
- Praça do Município (Rathausplatz)
- Rua Santa Luzia
- Praça Vasco da Gama
- Jardim Botânico Antonio Borges (Botanischer Garten)
- Mercado da Graça (Bauernmatkt)
Zu diesen markanten Punkten gibt es mal mehr und mal weniger etwas zu erzählen.
Also fangen wir mal damit an.
(a) Die Portas da Cidade (Stadttore) aus dem 18. Jahrhundert mit den 3 Bögen ist das Wahrzeichen der Stadt
(b) Am Praça do Município (Rathausplatz) steht das barocke Rathaus mit seinem markanten Glockenturm.
(c) Die Straße Rua de Santa Luzia war uns besonders wichtig, denn hier sollte sich mit der Hausnummer 14 laut Gemini-KI eine Filiale der Ladenkette Ale-Hop befinden. In den Ale-Hop-Läden gibt es schöne und verrückte Dinge, die die Welt eigentlich nicht braucht und uns aber magisch anziehen. Auf unserer Einkaufsliste Standen Socken mit ungewöhnlichen Mustern und Motiven und bunte neonfarbene USB-Kabel.
Da die Internetseite von Ale-Hop nichts von einem Laden in der Innenstadt wusste, redete ich der KI noch einmal ins Gewissen , aber sie behauptete daraufhin steif und fest:
Quellen, die ich für dich abgeglichen habe:
- Branchenverzeichnisse & Maps: Datenbanken wie Google Maps oder lokale Branchenbücher führen die Standorte in der Rua de Santa Luzia (Innenstadt) und im Parque Atlântico auf.
- Aktualität: Da sich Ladenketten wie ALE-HOP in Portugal stetig ausbreiten, gleiche ich die Daten mit aktuellen Reise- und Shopping-Informationen ab, um sicherzustellen, dass die Läden nicht in der Zwischenzeit geschlossen wurden (was bei der beliebten "Kuh-Kette" auf den Azoren derzeit nicht der Fall ist)
Das war leider alles gelogen, denn weit und breit gab es hier keinen Ale-Hop-Laden und speziell bei der Hausnummer 14 schon gar nicht.
(d) Der Platz Praça Vasco da Gama ist eine gepflegte Grünfläche mit einem unterirdischen öffentlichen WC.
Zwischenstopp in einer Cafeteria eines Supermarkts. Wir orderten wie gestern zwei Espresso und zwei Pasteis de Nata und bezahlten dafür zusammen gerade mal 3,60 €
(e) Der wunderschön angelegte botanische Garten Jardim Botânico Antonio Borges ist ein echtes Juwel.

Es sieht fast so aus als würde der Hahn brüten.
Aber er nimmt nur ein Sandbad um Parasiden, wie z.B. Milben, loszuwerden.
(f) Der Bauermarkt Mercado da Graça war sehr schnell abgehakt. In einer modernen Markthalle wurde Obst, lokal hergestellter Käse und Fleisch verkauft. Für die Touristen gab es einige Andenkenläden Die Fischabteilung war am Nachmittag bereits geschlossen.
Als wir gegen 15:00 Uhr, also nach 5 Stunden Stadtrundgang zurück am Schiff waren, hatten wir gerade mal 5 Kilometer zurückgelegt, ein Indiz für entspanntes Bummeln.
Um 18:00 Uhr legten wir ab, drei Seetage vor uns, um den restlichen Atlantik hinter uns zu bringen.
121. Reisetag – Donnerstag, 07.05.2026 Seetag (1/3)
In unserer Kabine gibt es seit einigen Tagen einen neuen Mitbewohner.
Zum Mittagessen gab es heute eine Spezialität: Indonesische Bihun Nudelsuppe, die wir uns auch einverleiben wollten.
Das spezielle an dieser Spezialität waren allerdings die fehlenden Nudeln in dieser Nudelsuppe. Was wir uns vom Suppenbehälter in die Suppentasse füllen konnten, war lediglich eine klare Brühe mit etwas zerkleinertem Kohl, zur Sättigung also eher ungeeignet.
Da zufällig die Restaurantaufsicht, der sogenannte Supervisor neben der Suppenstation stand, konnte wir ihm von den „missing noodles“ berichten. Als Mann der Tat nahm er die Suppenkelle und begann im tiefen Bereich des Suppenbehälters zu schöpfen, eine manchmal bewährte Methode, die wir bereits erfolglos angewendet hatten Aber er förderte tatsächlich stolz eine einzelne, ca. 1 cm lange Nudel zutage.
Nachdem wir alle drei herzhaft gelacht hatten, bot er uns an, Suppennudeln zu besorgen. Wir wussten aber, dass das „Besorgen“ eine langwierige Geschichte sein kann, da er vom hiesigen Deck 8 runter auf das Deck 2 in die Küche muss, um dort einen Koch zu finden, der das Nudelproblem irgendwie löst. Deshalb lehnten wir freundlich ab und suchten und fanden etwas anderes.
Ob jetzt tatsächlich beim Kochen die Nudeln vergessen wurden oder ob beim Abfüllen in der Küche in den Behälter für das Lido-Restaurant einfach nur von oben abgeschöpft wurde, ohne vorher kräftig durchzurühren, bleibt ungeklärt.
Warum ich diese Episode erzähle? Weil es immer wieder vorkommt, dass auf der Speisekarte bzw. auf den Schildchen vor den präsentierten Speisen etwas anderes steht als das, was tatsächlich angeboten wird.
So wurde bei „Spaghetti Carbonara“ statt Speck einfach kleingeschnittene Blockwurst verwendet, womit es keine echte Carbonara mehr war (ähnlich wie der Unterschied zwischen Wiener Schnitzel und dem Schnitzel Wiener Art).
Oder es wird immer mal wieder ein Streuselkuchen ohne Streusel angeboten oder Obstsorten werden verwechselt.
Es gibt noch zahlreiche andere Beispiele solcher und anderer Unzulänglichkeiten, was aber langweilt, wenn ich damit fortfahren würde.
Nein, das ist gewiss alles kein Beinbruch, aber es entspricht nicht dem Qualitätsanspruch, den die Restaurants und die Küche auf der ARTANIA an sich selbst stellen.
Aber es gibt auch Positives berichten. Die Köche hinter der Ausgabetheke sind ausgesprochen nett und freundlich und wenn möglich, erfüllen sie auch Sonderwünsche.
So ist es zum Beispiel kein Problem, Steaks, die in der Regel „medium“ angeboten werden, auf „meduim well“ oder „well done“ nachbraten zu lassen.
Die Köche wissen auch, dass Doris gerne Spaghetti Bolgnese isst. So haben sie ihr heute Mittag angeboten, für sie heute Abend außer der Reihe eine Portion zu kochen.
Doris nahm dankend an und bekam am Abend einen Teller mit ihrer Leibspeise serviert.
Sowohl Optik als auch Geschmack ließen nichts zu wünschen übrig und ich hatte eine glückliche Gattin.
122. Reisetag – Freitag, 08.05.2026 Seetag (2/3)
Die See ist relativ ruhig, aber das Wetter trotzdem eher ungemütlich.
Nichtsdestotrotz war heute Mittag Grillen angesagt.
Erstaunlich viele Gäste trotzten den Temperaturen, eingepackt in dicken Jacken und Anoraks.
Hingegen holten sich Weicheier wie Doris und ich das Grillgut nur ab und verzogen sich damit in das Lido-Restaurant.
Das baldige Ende der Reise wurde uns heute deutlich vor Augen geführt.
Wir konnten (bzw. mussten) unsere Banderolen für den Versand der Koffer von Bremerhaven nach Eschborn durch den Dienstleister TEFRA im Phoenix Reisebüro abholen.
123. Reisetag – Samstag, 09.05.2026 Seetag (3/3)
Neben der abendlichen Abschiedsgala wurden die ARTANIER bereits tagsüber mit weiteren Goodies bei Laune gehalten.
Die Rinderkeule musste allerdings wegen des schlechten Wetters ins Schiffsinnere, genauer ins Lido-Restaurant, umziehen.
Zum Leidwesen der Fotografen war die Keule unter der Plexiglasscheibe nicht so fotogen, wie Sie draußen auf in der Kopernikus-Bar auf dem großen Grill gewesen wäre.
Beim Wiener Kaffeehaus, das immer einmal pro Reiseabschnitt stattfindet, tritt immer mal wieder Sissi nebst Kaiser Franz auf.
Kaiser Franz wird seit jeher von Benjamin (Kreuzfahrt-, sowie Gold- und Silberberatung) verkörpert.
Seine Sissis hingegen wechseln des Öfteren.
124. Reisetag – Sonntag, 10.05.2026 Plymouth/England/Großbritannien
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125. Reisetag – Montag, 11.05.2026 Seetag
Während der gesamten Reise bin ich bisher noch nicht dazugekommen, über technischen Neuerung im bordeigenen Fotoshop zu schreiben. Bevor wir morgen von Bord gehen werden, hole ich das jetzt geschwind nach.
Die Bordfotografen fertigen fast jeden Tag eine Unmenge von Fotos an. Die ersten Fotos des Tages werden an der Gangway geschossen, wenn die Passagiere das Schiff für den Landgang verlassen. Bei allen Phoenix-Ausflügen sind die Fotografen dabei und natürlich treten sie bei allen Events auf der ARTANIA in Aktion. Maritimer Frühschoppen, Bordolympiade, Auslaufparties und und und …..
Bisher war es so, dass innerhalb weniger Stunden Papierabzüge hergestellt wurden und diese an die Fotowänden im Fotoshop gesteckt wurden. Wenn man ein Foto kaufen wollte, nahm es von der Fotowand und „bezahlte“ es an einem Tresen, wobei man, wie z.B. in den Bars auch, erst einmal nur mit seiner Unterschrift bezahlte.
Die Fotos, die nicht verkauft wurden und das waren jeden Tag hunderte, wanderten nach einigen Tagen komplett im in den Müll.
Erschwerend für die Fotografen kam hinzu, dass Sie zum Ende der Öffnungszeiten, die Fotos von den Wänden wieder einsammeln mussten, weil der Fotoshop nicht abgeschlossen werden konnte, da er gleichzeitig Durchgang von Harry’s Bar zum Treppenhaus „A“ ist. Zu Beginn der Öffnungszeiten wurden die Fotos wieder in die Fotowände gesteckt.
Das Ganze war also zum einen eine Sisyphusarbeit und zum anderen wurde kilo- wenn nicht gar tonnenweise Fotopapier verschwendet.
Beim Werftaufenthalt der ARTANIA im Dezember 2026 wurde der Fotoshop vollkommen neu modernisiert und digitalisiert
Jetzt kommen große Bildschirmwände zum Einsatz, wo alle Fotos betrachtet werden können.
Somit entfällt ab sofort die immense Papierverschwendung und auch das mühsame Einstecken und wieder Entfernen der Fotos.
Hatte man als Passagier in der Vergangenheit das Problem, die Fotos mit dem eigenen Konterfei in der Bilderflut zu finden, nimmt einem nun eine KI die lästige Sucherei ab.
Das funktioniert wie folgt:
Beim Check-In am Anfang der Reise wurden die Reisepässe eingelesen. Das Foto im Reisepass ist dort auf einem Chip zusätzlich digital hinterlegt, somit ist nun das digitale Passfoto auch auf einem Server der ARTANIA gespeichert.
Auf dieses digitale Foto kann auch der Fotoshop zugreifen.
Mit Hilfe des QR-Codes auf dem Bordausweis, ...
... der an einem Lesegerät an jeder der Fotowände gescannt werden kann, identifiziert man sich.
...
Nun sucht eine KI alle Fotos aus, auf denen das „passendem“ Gesicht gefunden wurde. Alle Treffer werden nun auf der Bildschirmwand angezeigt.
Jetzt kann man sich das oder die Fotos aussuchen, die man kaufen möchte, Der anschließende Bestellvorgang wird natürlich auch digital abgewickelt.
Am folgenden Tag kann man seine Papierbilder am Tresen des Fotoshop abholen.
126. Reisetag – Dienstag, 12.05.2026 Bremerhaven/Deutschland - Heimreise
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