1. Reisetag – Mittwoch, 07.01.2026 Anreise nach Savona
Der Tag begann früh, sehr früh, um halb fünf, schließlich war final noch dies und das zu erledigen. Zum Beispiel Fernseher und Fritzbox von Stromnetz zu trennen, die letzten Utensilien in den Koffer zu verfrachten.
Die Angst, dass das Taxi nicht pünktlich um 6:45 Uhr kommt, war wie immer unbegründet. Überpünktlich war es da und brachte uns in knapp 20 Minuten zum Frankfurter Flughafen.
Und dort ging es schon mal saublöd los. Da sowohl Doris und auch ich jeweils mit einem Koffer, einem Trolley und einem Rucksack ausgestattet waren, wollten wir uns für 2 Euro den Luxus eines Gepäckwägelchens leisten. Nach Präsentation einer Kreditkarte wurde eine Sperre gelöst und man konnte den hintersten der ineinandergeschobenen Wagen „befreien“. Im Besitz dieses nützlichen Helferleins bemerkten wir, dass ein Rad blockierte. Der Wagen hatte auch einen Anhänger mit der Aufschrift „defekt“, den wir leider erst jetzt entdeckten.
Welcher Honk schiebt einen als defekt gekennzeichneten Wagen zurück, so dass der nächste Unglücksrabe diesen Schrott an Land zieht.
Wir beschlossen keinen zweiten Versuch zu wagen und bewältigten unser Gepäck auch ohne weitere Hilfsmittel, was möglich war, weil die Erfindung des Rads bei der Herstellung unserer Koffer berücksichtigt worden war.
Die Schlange am easyJet Schalter bewältigten wir ohne Murren, der Sicherheitscheck war rasch erledigt.
An unserm Gate (D24) war es allerdings eisekalt, da anscheinend dort die Heizung ausgefallen war.
Das nächste schlechte Omen?
Um es vorwegzunehmen: NEIN!
Die gesamte Anreise verlief wie am Schnürchen. Dass der Flug nach Mailand 30 Minuten verspätet war, steckten wir locker weg.
Am Gepäckausgabeband in Mailand gab es nochmal eine kleine Schrecksekunde, da das Band plötzlich stehen blieb und eine Warnblinklampe und ein eindringliches Tuten wohl ein technisches Problem signalisierte.
Aber nach wenigen Augenblicken ging es schon wieder weiter und unsere beiden Koffer kamen wohlbehalten an, sodass wir uns nicht den armen Teufeln vor dem Lost and Found Schalter anschließen mussten.
Gut zwei Stunden dauerte der Bustransfer von Mailand nach Savona zum dortigen Cruiseterminal und wir konnten die ARTANIA entern.
Nach dem Check-In und dem obligatorischen Begrüßungssekt bezogen wir unsere Kabine 4243.
Ein Glücksfall ist unser Kabinensteward Roberto. Er war gegen Ende unserer letzten Reise schon mal für unsere Kabine zuständig und wir waren damals äußerst angetan von seiner Freundlichkeit und seinem Eifer. Erstaunlich, dass er sich noch an viele unsere Gewohnheiten erinnern konnte, wie z. B., dass die Betten tagsüber nicht in Sofas verwandelt zu werden brauchen. Die übliche Diskussion, die Aufbauten der Sofas, nämlich die unförmigen Arm- und Rückenpolster und die 4 riesigen Paradekissen unter den Betten zu verstauen, fand nicht statt, sondern verschwanden ohne Murren zusammen mit unseren Koffern in irgendeinem Depot.
Für uns beginnt eine Schiffsreise immer erst richtig, wenn wir die Rettungsübung hinter uns haben. Das war gegen 21:00 Uhr der Fall.
Um 21:30 Uhr legte die ARTANIA ab, während aus den Bordlautsprechern die Auslaufmelodie ertönte – ein erhebender Moment am Beginn einer so langen Reise.
Starker Wind und unruhige See ließen in der Nacht das Schiff schaukeln.
2. Reisetag – Donnerstag, 08.01.2026 Seetag
Das Schiff schaukelt immer noch etwas, aber zu wenig, um seekrank zu werden oder uns verleitet, prophylaktisch eine Reisetablette einzuwerfen.
Alles hier an Bord ist wie immer, das Eingewöhnen geht rasend schnell, was sicherlich auch den vielen bekannten Gesichtern bei der Crew und den Phoenixleuten geschuldet ist.
Etliche Crewmitglieder kamen auf uns zu, um uns zu begrüßen und sprachen uns dabei mit unseren Namen an. Erstaunlich welch ausgeprägtes Personengedächtnis diese Menschen haben müssen. Für uns ist es einfach, sich an einen freundlichen Kellner oder eine zuvorkommende Getränkestewardess zu erinnern. Aber die Crew trifft innerhalb von 2-3 Wochen auf hunderte neue Gesichter.
Heute haben wir ein neues Wort gelernt: Kuchenrotation. Und das kam so. Als uns der Hotelmanager, Remo Jahnkow, in der Bibliothek antraf und begrüßte, brachten wir schnell das Gespräch auf das Thema sonntägliche Schwarzwälder Kirschtorte. Er räumte ein, dass diese Konstante, auf die wir bei der letzten Reise großen Wert gelegt hatten, leider nicht mehr so konstant sei. Das würde damit zusammenhängen, das Fritz Pichler, der Phoenix-Flotten-Küchenchef (auch ein schönes Wort) die Kuchenrotation geändert hätte.
Bedeutet das, dass es jetzt statt am Montag z. B. jeden MIttwoch verläßlich New York Cheesecake gibt und Schwarzwälder Kirsch an einem anderen Werktag? Schwarzwälder Kirsch mitten in der Woche? Kaum vorstellbar. Versteckt sich am Ende hinter der Kuchenrotation, dass die beliebte Tote ganz aus dem Sortiment gestrichen wurde?
Der Hotelmanager sagte zu, das brisante Schwarzwälder Kirsch Thema zur Sprache bringen, wenn in Kürze der Phoenix-Flotten-Küchenchef daselbst an Bord der ARTANIA verweilen wird.
Auch bei den Mitreisenden trafen wir auf etliche uns bekannten „Wiederholungstäter und Wiederholungstäterinnen“.
Heute mussten wir ein schwierige Entscheidung treffen, nämlich: Wie optimieren wir den Kauf der Internetpakete auf der ARTANIA?
In der Vergangenheit war das einfach. Wir kauften das Rundum-Sorglos-Paket: Internetflatrate für die gesamte Reise für 799 €.
Aber jetzt gibt es alternativ 2 verschiedene Flatrate-Tarife:
Kleine Flatrate bis 120 Reisetage begrenzt auf drei Geräte 699,00 EUR
Große Flatrate ab 121 Reisetage begrenzt auf drei Geräte 799,00 EUR
Da die Reise 125 Tage dauert, bedeutet das rein rechnerisch, dass wegen 5 Tagen die Flatrate, die die gesamte Reise abdeckt, mit 100,00 Euro zu Buche schlägt.
Wir könnten jetzt 5 Tage Internet-Abstinenz praktizieren und dann ab dem 6. Reisetag die „kleine Flatrate“ buchen. Oder wir könnten die ersten 5 Tage der Reise mit einzelnen Datenpaketen überbrücken.
Dazu bietet Phoenix Folgendes an:
- 1 GB Datenvolumen 15,00 EUR
- 5 GB Datenvolumen 49,00 EUR
- 15 GB Datenvolumen 99,00 EUR
Hierzu sollte man noch wissen, dass ein solches Paket nicht gleichzeitig parallel auf 2 Geräten genutzt werden kann. Doris und ich könnten nur nacheinander ins Netz. Keine gute Idee. Also müssten 2 Pakete angeschafft werden.
- 2 x Variante (c) ist unsinnig, weil 2 x99 € - rechnet doch selbst nach …
- 2 x Variante (b) spart genau einen Euro.
- 2 x Variante (a) ist ein akzeptabler Kompromiss zwischen totaler Internet-Abstinenz und dem Wunsch zu sparen und trotzdem ins Netz zu können.
Wenn wir nicht gerade Videos streamen, müssten wir damit auskommen, aber auch bei einem weiteren 1 GB-Paket wären wir noch im grünen Bereich.
Das ist der große Nachteil, wenn Tarifvielfalt herrscht. Hätte es nach wie vor nur den einen Flatrate-Tarif für 799 Euro gegeben, wir hätten ihn mit einem gewissen brummeln gebucht ("ganz schön teuer" ), hätten dann aber ab sofort die Sache aus dem Kopf gehabt.
Der Vorteil: Ich kann hier im Blog meine Leser mit solch schwerwiegenden Überlegungen die Zeit stehlen. 😊
Heute war übrigens der erste Galaabend von insgesamt 15. Dies möchte ich nur am Rande erwähnt haben.
3. Reisetag – Freitag, 09.01.2026 Seetag
Das Wetter war immer noch recht schaurig. Schuld daran war der starke, kalte Wind. Die ARTANIA stampfte stoisch ihren Kurs. Irgendwann im Laufe des Vormittags kam die spanische Südostküste in Sicht und zwar so nahe, dass das spanische Mobilfunknetz in genügende Reichweite kam. Dank der europäischen Roamingregeln konnten wir das ARTANIA-WLAN zugunsten der deutschen Mobilfunkverträge erst mal abschalten. Wir waren bei Weitem nicht die Einzigen an Bord, die ihr Handy zückten und den Laptop anwarfen.
Für das Mittagessen im Lido-Selbstbedienungsrestaurant war wieder, genau wie gestern, das leidige Schlangestehen angesagt, weil es keine freien Sitzplätze mehr gab.
Der Zutritt zum Restaurant wird dann durch die Restaurant-Aufsichten, den sogenannten Supervisoren, geregelt.
Immer wenn wieder Plätze frei wurden, durften ein oder zwei hungrige Mäuler das Restaurant betreten.
Seetage und schlechtes Wetter sorgen seit einigen Jahren für diesen Engpass. Der gediegene Lunch in den Bedienrestaurants war früher noch die Regel und ein Besuch des Lido-Buffet gehörte nicht zum Mainstream. Das hat sich im Laufe der Jahre stark geändert.
Das schlechte Wetter verhindert, dass die Gäste im Außenbereich ihr Mahl einnehmen können und die Seetage verhindern, dass die Gäste an Land gehen und aufs Mittagessen verzichten und so kommt es immer wieder zu den Engpässen.
Leider hat Phoenix nicht darauf reagiert und im Lido die Öffnungszeit erweitert. Nach wie vor gibt es dort von 12:30 Uhr bis 14:00 Uhr Mittagessen, anstatt das Lido an den „kritischen“ Tagen schon etwas früher zu öffnen.
Stattdessen hat der Kreuzfahrtdirektor in seiner Sendung „auf ein Wort“, die zu Anfang einer jeder Kreuzfahrtetappe im Bordfernsehen läuft, an die Reisenden appelliert, im Lido die Plätze mit Rücksicht auf die Warteschlange freizugeben, wenn die Mahlzeit beendet sei.
Appelle verhallen in der Regel ohne messbaren Erfolg und außerdem will der ein oder andere im Urlaub gerne in Ruhe mit den Tischgenossen noch ein Schwätzchen halten. Man ist (bzw. isst) ja nicht in der Kantine und muss danach schnell wieder ins Büro.
Am Abend ist die Situation im Lido entspannter. Das liegt zum einem an der langen Öffnungszeit (18:00 Uhr – 20:30) und daran, dass die „richtigen“ Restaurants zum Dinner viel stärker frequentiert werden als zum mittäglichen Lunch.
4. Reisetag – Samstag, 10.01.2026 Malaga/Spanien
Schöne Parkanlagen und eine touristisch belebte Fußgängerzone waren in den vergangenen Jahren Ziel unserer Unternehmungen hier in Malaga, an der Südspitze der iberischen Halbinsel gelegen.
Warum also diesmal nicht irgendwelche Nachbarorte besuchen? In die nähere Auswahl kamen zwei Städte, nämlich Marbella und Torremolinos.
Marbella war einst ein Hotspot für den Jetset, die Reichen und die Schönen, während Torremolinos einst ein angesagter Urlaubsort für junge Leute war.
Anhand dieser Klassifizierung fanden wir, dass für uns (weder schön noch reich) Torremolinos das passendere Ziel sei (weil im Grunde immer noch jung 😊). Außerdem liegt es näher an Malaga.
Zunächst mussten wir erst einmal ca. 1,5 Kilometer zu Fuß über die Hafenpromenade bewältigen, vorbei an den noblen Geschäften und Restaurants.
Ein Bus der Linie 14 brachte uns zur S-Bahn-Station Malaga-Centro-Alameda.
Von dort fuhr ein Zug (Linie C1) ins knapp 20 Kilometer entfernte Torremolinos.
Das recht nette touristische Zentrum von Torremolinos eignet sich schön zum Bummeln. Der Jahreszeit geschuldet hielt sich der touristische Rummel sehr in Grenzen.
Der Wind lief der Sonne den Rang ab, sodass eine warme Jacke und Ohrenschützer angesagt waren, auch wenn einige wenige hartgesottene englische Touris in kurzen Hosen und Kurzarm-T-Shirts sich bereits im vollen Urlaubsmodus befanden, schließlich waren wir ja an der Costa del Sol.

Kaffeepause!
Ein freundlicher Kellner bot sich an, ein Foto von uns zu machen.
Allerdings ließ uns ein großes tieffliegendes Propellerflugzeug im entscheidenden Augenblick Foto-Handy und Kellner vergessen.
In umgekehrter Reihenfolge (S-Bahn C1 und Buslinie 14) ging es zurück nach Malaga.
Auf dem Weg von der Bushaltestelle zum Schiff wurde uns ein beeindruckendes Schauspiel geboten.
Urplötzlich flogen hunderte Möwen auf, weil sie entweder aufgeschreckt wurden oder die Anführer-Möwe das Kommando zum Aufbruch gegeben hatte.
Gegen 16:00 Uhr waren wir wieder auf der ARTANIA, wo wir zur Kaffeestunde mit Apfelkuchen und Schlagsahne unser ausgefallenes Mittagessen kompensierten.
Das geplante Ablegen um 18:00 Uhr verzögerte sich um eine gute Stunde nach hinten. Der Grund war eine sogenannte medizinische Ausschiffung. Eine erkrankte Passagierin musste von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. So etwas kommt immer wieder vor und ist eine absolute Horrorvorstellung.
Wenn es "Leinen los!" heißt, werden die dicken Taue über starke Winden ins Schiffsinnere eingerollt.
Mit Erstaunen beobachteten wir, wie auf dem sogenannten Mooring-Deck ein Crew-Mitglied ohne Handschuhe mit bloßen Händen mit den laufenden Tauen hantierte.
Auf dem Foto ist zu sehen, wie er das dicke laufende Tau mit einem Seil in Position hält. Wehe wenn sich dieses "Halteseil" irgendwie mit dem Tau verhakt, so schnell kann er es gar nicht loslassen, als dass er sich an den Handflächen verletzt hat. Ihm gehört vom Offizier für Arbeitssicherheit ein gehöriger Anschiss verpasst. Oder aber stattdessen dem Sicherheitsoffizier, wenn er auf solche Dinge nicht achtet.
5. Reisetag – Sonntag, 11.01.2026 Seetag
Die heutige Kaffeestunde hatten wir mit Spannung erwartet, schließlich ist am Anfang der Reise das Wort „Kuchenrotation“ gefallen, was ja nicht nur eine Änderung der Zuordnung Kuchensorte -Wochentag, sondern auch eine Änderung des Sortiments bedeuten könnte. Irgendwie meinten wir aus den Worten des Hotelmanagers herausgehört zu haben, dass die Schwarzwälder Kirsch nicht mehr regelmäßig angeboten wird und nur noch an ganz hohen Feiertagen kredenzt wird.
Aber es fielen auch noch die Worte: „… mal sehen, was sich machen lässt …“.
Würde es am heutigen Sonntag nun Schwarzwälder Kirschtorte geben oder nicht?
Langer Rede kurzer Sinn, es gab Schwarzwälder Kirschtorte, diesmal mit einem extra Schuss Schwarzwälder Kirschwasser.
Jetzt bleibt also nur noch abzuwarten, wie nachhaltig diese Glückseligkeit sein wird.
Ich bleibe weiter am Ball!
Sehr beliebt auf dem Schiff ist die Bibliothek, die hauptsächlich als Spielzimmer genutzt wird. Die Tische und Stühle sind bezüglich Ergonomie bestens für das Spielen von Karten- und Gesellschaftsspielen geeignet und natürlich auch für das Arbeiten mit dem Laptop. Oft sind alle Tische der Bibliothek belegt, während in der benachbarten Harry’s Bar genügend Plätze frei sind. Aber die Cocktailtischchen und die Clubsessel dort sind äußerst unbequem bis ungeeignet fürs Spielen und Computern, weil der Sinn und Zweck dieser Lounge-Möbel in erster Linie darin besteht, Bequemlichkeit für den Genuss von alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken zu schaffen und für die passende Atmosphäre für das nette Gesprächen zu sorgen.
Jetzt wurden einige dieser Cocktailtischchen und zugehörigen Clubsessel durch 2 Spieltische mit jeweils 4 passenden Stühle ersetzt.
Diese sehr zu begrüßende Maßnahme hat uns schon einige Male „gerettet“, wenn in der Bibliothek (die ich gerne als „mein Büro“ bezeichne), nichts mehr frei war.
6. Reisetag – Montag, 12.01.2026 Agadir/Marokko
Im Internet über
hatte Doris eine schöne Tour ausgesucht, die uns ins Paradise Valley im Hohen Atlas führen sollte.
Unser Fahrer und gleichzeitiger Guide, er stellte sich uns als Adi vor, holte uns um 9:30 Uhr mit seinem geräumigen SUV direkt am Schiff ab.
Adi sprach sehr gut Deutsch. Er erzählte uns, dass er vor Jahren in einem 5-Sterne-Hotel, in dem meiste Deutsche Urlaub machten, als Kofferträger angefangen hat und sich durch Zuhören die deutsche Sprache angeeignet hätte. In Deutschland war er nie gewesen, kannte sich aber perfekt in der Deutschen Bundesliga aus. 😊
Wir sind immer wieder erstaunt ob solcher Sprachgenies
Die Fahrt führte durch eine grandiose Landschaft, ...
... die natürlich nicht überall unberührt geblieben ist, sondern sehr rustikale Cafés und Restaurants am Wegrand sollten die Touristen zur Einkehr locken.
Das muss nicht immer zum Nachteil sein, weil dadurch zumindest die Möglichkeit einer Toilettenpause geboten wird.
Vorgesehen war auch eine kleine Wanderung, die anfangs gut zu bewälrigen war, ...
... die aber nach einer guten halbe Stunde abgebrochen werden musste, ...

Das wäre sicherlich machbar gewesen und ertrunken wäre ich bei einem falschen Schritt auch nicht. Aber mit nassen Schuhen die Tour einfach fortsetzen?
... weil ich mich scheute, einen etwas größeren Bachlauf auf einer schmalen steinernen Furt zu überschreiten.
Das war aber nicht weiter tragisch, da Adi sofort einen Plan B hatte: Ein botanischer Garten mit Führung.
Der botanische Garten stellte sich als ein Kräutergarten heraus, der von einer Kooperative betrieben wird.
Eine junge Dame führte uns durch den Garten, erklärte uns die diversen Kräuter und was daraus alles hergestellt wird.
Neben den Kräutern betrieb die Kooperative auch eine Imkerei. Die entsprechenden Öle, Cremes, Essenzen und den Honig konnte man in einem angeschlossen Laden kaufen. Alles in allem ein nettes Intermezzo.
Auf der Hinfahrt waren wir durch einen Ort gekommen, in dem sich links und rechts von der Straße unzählige kleine Lädchen, Buden und Geschäfte aneinanderreihten.
Dort wollten wir gerne noch etwas bummeln und schauen.
Solche „Sonderwünsche“ sind natürlich überhaupt kein Problem bei einer individuellen Tour, wenn man im Zeitrahmen bleibt.
Gegen halb drei lieferte Adi uns wieder wohlbehalten am Schiff ab. Wir mussten ihm hoch und heilig versprechen, im Internet eine gute Bewertung für sein Tour-Unternehmen abzugeben. Dies haben wir selbstredend auch getan.
Um 20:00 Uhr hieß es wieder: “Leinen los!“. Ziel: die kanarische Insel Lanzarote.

Der Schriftzug am Hang der Kasbah von Agadir wird abends beleuchtet.
الله – الوطن – الملك (Gott - Vaterland - König)
Adi hat uns erzählt, dass man den amerikanischen Touristn, wenn diese nach der Bedeutung des Schriftzugs fragen, gerne mal Bären aufbindet und behauptet,
das hieße Coca Cola Light.
Nach dem Abendessen auf dem Weg in Harry’s Bar, lief uns der Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka über den Weg. Er berichtete uns freudestrahlend, dass sichergestellt sei, dass es jeden Sonntag Schwarzwälder Kirschtorte gibt.
Bemerkenswert ist, dass zu diesem Zeitpunkt meine hier im Blog geäußerten Bedenken zu diesem Thema noch gar nicht online waren. Hatte unser besorgter Blick genügt, als uns der Hotelmanager von der „Kuchenrotation“ unterrichtet hatte, sodass daraufhin hinter den Kulissen ein Krisenstab getagt hat?
Wie dem auch sei, wir sehen dem nächsten Sonntag mit Freuden entgegen.
7. Reisetag – Dienstag, 13.01.2026 Arrecife/Lanzarote/Spanien
Gegen 12:30 Uhr machte die ARTANIA im Hafen von Arrecife fest, um schon nach 6 Stunden wieder abzulegen. Da bleibt nicht so viel Zeit für große Unternehmungen.
Also ließen wir es sehr ruhig angehen. Von unserem Aufenthalt im letzten Jahr wussten wir, dass sich in knapp 1 Kilometer Entfernung von unserem Liegeplatz eine Bushaltestelle befindet. Von dort kann man nach Puerto del Carmen fahren, dem größte Ferienort von Lanzarote mit Stränden und Nachtleben.
Aber so weit wollten wir diesmal gar nicht, sondern schon bei ersten Bushaltestelle stiegen wir wieder aus, denn dort, mitten in einem Gewerbegebiet, befindet sich ein Lidl Supermarkt und ein IKEA Möbelhaus.
Da der Kauf von Möbeln zur Ergänzung der Kabinenausstattung aus Platzgründen nicht in Frage kam, ...
... beschränkten wir unsere Aktivität auf einen Lidl-Besuch, um dort noch ein paar Dinge für den täglichen Bedarf, wie z. B. Dusch-Gel einzukaufen und als Notration noch ein paar Dosen Bier.
Bei der Aktionsware entdeckten wir einen Steckdosenadapter. Mit diesem Gerät lässt sich über einen Schalter der Strom an- und ausschalten. Dieses Teil wanderte unverzüglich in unserem Einkaufwagen, ...
... denn es wird uns bei dem Kampf mit (bzw. gegen) den Fernsehapparat in unserer Kabine unterstützen.
In meinem Blog von 2025 (Eintrag 25.1.2025) hatte ich ja von dem Stecker-raus-Stecker-rein-Spiel erzählt. Diese Übung ist notwendig, wenn der Fernseher sich mit der Fernbedienung nicht mehr einschalten lässt. Dann muss man den Stecker des Geräts aus der Steckdose ziehen und wieder hineinstecken. Dann bootet die Kiste vielleicht neu (wenn nicht, wiederholen bis sie bootet) und verhält sich eine Zeitlang friedlich, bis sie dann wieder zickt. Ein Problem, das seit vielen Monaten und nicht nur in unserer Kabine besteht. Da sich die Steckdose hinter dem Gerät befindet, ist es etwas fummelig, den gezogenen Stecker wieder einzustecken. Jetzt, mit unserem Steckdosenadapter kann der Stecker drinbleiben, weil wir mit dem Schalter nun ganz einfach und ergonomisch den Fernseher vom Strom trennen und wieder verbinden können ohne uns Arm und Wirbelsäule zu verrenken.
Die größte Schwierigkeit wird nun sein, im Mai, wenn wir wieder nach Hause fahren, dieses nützliche Teil nicht in der Kabine zu vergessen, weil es sich hinter dem Fernsehschirm versteckt.
8. Reisetag – Mittwoch, 14.01.2026 Santa Cruz de Tenerife/Teneriffa/Spanien
Die Liegezeit hier in unserem zweiten Hafen auf den Kanaren hatte die übliche Dauer 8:00 Uhr – 18:00 Uhr. Genügend Zeit für einen ausgiebigen Stadtbummel.
Als Stadtführer diente in gewohnter Weise unsere Adventure Lap App, die uns immer wieder sowohl dorthin führt, wo alle Touristen hingehen, als auch über weniger ausgetretene touristischen Pfade zu Ecken, in die man sonst niemals gekommen wäre.
Das Parlamento de Canarias (Kanarisches Parlament). Die Kanaren sind eine sogenannte autonome Gemeinschaft (Comunidades Autónomas), deshalb haben sie ein eigenes Parlament.
9. Reisetag – Donnerstag, 15.01.2026 Seetag
Für übermorgen hatten wir in Palmeira auf der kapverdischen Insel Sal eine private Tour gebucht. Da es in Palmeira keine Pier gibt, die groß genug für die ARTANIA ist, soll unser Schiff auf Reede liegen und wir werden mit den Tenderbooten an Land gebracht.
Das Tendern ist immer eine heikle Sache, weil sehr von Wind und Wetter abhängig. Wenn der Wind zu stark, die Wellen zu stark und/oder der Schwell zu heftig ist, ist Tendern nicht möglich und der Landgang ist dann gestrichen.
Mit Sorge hatten wir die Wind und Wetterprognosen für die Kapverden über eine Wetter-App beobachtet und uns heute früh entschieden unsere geplante Tour zu stornieren.
Als hätte unser Beispiel Schule gemacht, kam über die Bordlautsprecher die Durchsage, dass es eine Routenänderung geben wird, auf Kanal 8 im Bordfernsehen gäbe es eine „Sondersendung“ mit detaillierten Informationen.
In dem Video, das auf Kanal 8 in Endlosschleife lief, standen Kapitän und Kreuzfahrtdirektor mit besorgten Gesichtern. Der KD Klaus Gruschka teilte den Passagieren mit, dass auf Grund der zu erwartenden Windverhältnisse in den nächsten Tagen ein Tendern auf den Kapverden nicht möglich sei.
Damit waren die geplanten Anlandungen in Palmeira (Sa 17.1.2026) und Porto Novo (Mo 19.1.2026) gestrichen. Als Alternative wurde der Hafen von Praia auf der Insel Santiago gefunden. Damit konnte eine der beiden Tender-Destination ersetzt werden. Mehr Ersatz konnte aber nicht gefunden werden. Deshalb wird die ARTANIA die Atlantiküberquerung in Richtung Karibik einen Tag früher beginnen.
Für den Tag, an dem wir früher in der Karibik aufschlagen, wird Philipsburg auf der Insel St. Maarten neu ins Programm aufgenommen.
Damit sieht die neue Route wie folgt aus:
- 17.01.2026 Mindelo / São Vicente 08.00-20.00 Uhr (statt Palmeira / Sal)
- 18.01.2026 Praia / Santiago (hier war Mindelo vorgesehen, das jetzt einen Tag eher angelaufen wird)
- 19.01.2026 Seetag (statt Porto Novo / Insel Santo Antao)
- 25.01.2026 Philipsburg / St. Maarten (statt Seetag)
Zum Mittagessen wurde zusätzlich zu den Restaurants in der Kopernikus Bar „Spicy taste of India!“ geboten, eine reichhaltige Auswahl von verschiedenen Curry-Gerichten.
Fazit:
Scharf, aber gut!
Am Nachmittag um 17:15 Uhr waren die „Durchreisenden“, also alle die, die die gesamte Amerika-Reise mitmachen, zum „Winterreise 2026 Cocktail“ in die Kopernikus Bar eingeladen.

Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka und Kapitän Alex Zinkovksyi richteten freundliche Worte an ihr Kreuzfahrervolk.
10. Reisetag – Freitag, 16.01.2026 Seetag
Die nächste Crew-Show scheint in allernächster Zeit stattzufinden. In den Restaurants und den Gängen hört man einzelne Crew-Mitglieder bekannte Melodeien trällern. Roberto, unser Kabinensteward übt während der Arbeit unentwegt: „Über 7 Brücken musst Du geh’n.“.Er hatte am Anfang der Reise Doris um Rat gefragt, welches Lied er bei der Crew-Show performen solle und Doris riet ihm zu diesen grandiosen Hit von Karat/Peter Maffay. Jetzt sind wir natürlich in der Pflicht, die Show zumindest im Bordfernsehen zu verfolgen, denn in die picke-packe-volle Atlantik-Show-Lounge zieht es uns nicht so.
In der Bibliothek ist es interessant zu beobachten, wenn sich eine Spielegemeinschaft ein Brettspiel vornimmt, dessen Regeln ihnen nicht in Gänze bekannt sind. Jeder kennt einen Teil des oft recht komplexen Regelwerks, wobei jeder jeweils eine anderen Teil kennt. So ist gewährleistet, dass das Spiel zur Nebensache degradiert wird, weil die ständige lebhafte und lautstarke Diskussion um die Regelauslegung absoluten Vorrang hat.
Zugegeben, es stört manchmal ein bisschen. 😊
11. Reisetag – Samstag, 17.01.2026 Mindelo/São Vicente/Kapverdische Inseln
Eigentlich wären wir ja erst einen Tag später, also an einem Sonntag, hier in Mindelo gelandet, aber so besuchten wir an einem Samstag die 80.000-Einwohner-Stadt Mindelo auf der kapverdischen Insel São Vicente.
Warum das erwähnenswert ist? Weil wir diesen Ort heut zum 4. Mal besuchten, aber diesmal an einem Werktag. 2020 und 2025 jeweils am Neujahrstag und am 26. März 2023, das war ein Sonntag.
Sowohl an den Neujahrstagen als auch am besagtem Sonntag war keinerlei Leben in der Stadt. Das war diesmal anders, aber der Reihe nach.
Unser Plan war, zur Ponta João Ribeiro, eine Landzunge ca. 3 Kilometer nördlich von unserem Liegeplatz, zu wandern. Leiten sollte uns auf diesem Weg wieder unsere Adventure Lab App, die uns an dem einen oder anderen interessanten Wegpunkt vorbei geführt hätte. Hierzu braucht es aber Internet. Deshalb hatte sich Doris extra mit einer E-Sim speziell für die Kapverden ausgestattet, weil bei den 138 Ländern, die unsere „große“ E-Sim abdeckt, die Kap Verden nicht dabei sind.
Leider hat das gute Teil nicht funktioniert, das Internet an Land blieb uns daher verschlossen. Als Plan B diente die Wander-App „Komoot“, die uns ebenfalls zu unserem Ziel führen konnte, nur eben ohne Hinweis auf irgendwelche interessanten Besonderheiten auf dem Weg.
Das Ganze funktioniert auch offline, weil wir die Route vorher via ARTANIA-WLAN auf die Smartphones herunterladen konnten.
Gleich am Hafen an einer Gebäudefassade fällt ein buntes Wandgemälde ins Auge.
Es zeigt die hier in Mindelo geborene Sängerin Cesária Évora (*1941 – †2011), die bekannteste Sängerin der Kap Verden, die bis heute hier sehr verehrt wird.
Jetzt machte uns starke Windböen, die uns von vorne unangenehm ins Gesicht bliesen, als wir am Ufer entlang marschierten, einen Strich durch die Rechnung.
Also bogen wir außerplanmäßig rechts ab in bewohnte Gefilde, wo die Häuser Schutz vors dem Wind boten.
Als wir irgendwann wieder zurück zum Schiff wollten, ...
... machten wir an der Uferpromenade (der Wind hatte mittlerweile nachgelassen) noch einen Schlenker in Richtung Torre de Belem, ...
... einer Nachbildung des gleichnamigen Turms in Lissabon.
Hier und in den umliegenden Straßen brodelte das Leben. Dort, wo an Sonn- und Feiertagen höchstens ein paar Spaziergänger promenierten, ...
... wurde heute reger Handel mit Fisch, Obst und Gemüse betrieben.
Was das touristische Auge etwas trübte, ...
... waren die vollständig vermummten Polizisten, die mit gezückten Maschinenpistolen ...
... durch die Straßen patrollierten.
Beim Versuch, sie heimlich zu fotografieren wurde ich ertappt und streng ermahnt, dies zu unterlassen. Das „Warum“ des Verbots hat sich mir nicht erschlossen, schließlich waren die Männer ja nicht zu erkennen.
Insgesamt sehr zufrieden mit unserem Landgang kehrten wir zur ARTANIA zurück.
12. Reisetag – Sonntag, 18.01.2026 Praia/Santiago/Kapverdische Inseln
Praia (140,000 Einwohner) auf der Insel Santiago ist die Hauptstadt der Kapverden.
Über Nacht kam uns die Erkenntnis, wie man unsere kapverdische E-Sim-Karte doch noch zum Laufen bekäme, nämlich dadurch, das Handy runter- und wieder hochzufahren.
Im letzten Jahr zig-mal praktiziert und gestern einfach nicht mehr daran gedacht. Und siehe da, auf einmal funktionierte es und wir hatten bei unserem heutigen Landgang einwandfreien Internetzugang.
Der heutige Adventure Lab führte uns zu einigen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Um dorthin zu gelangen war erst einmal vom Hafen ein Fußmarsch von 3 Kilometern angesagt, um in das historische Zentrum zu gelangen.
Die etwas ungewöhnliche Kopfbedeckung ist dem starken Wind und dem Sonnenbrand auf dem dünn behaartem Haupt geschuldet.
Da der Wind meine Baseballkappe vom Kopf geweht hätte, war ich gestern barhäuptig unterwegs und habe nicht bemerkt, wie ich mir die Platte verbrannt habe. Da auch heute das Trage einer Kappe nicht empfehlenswert war (vom Winde verweht), kam das Bandana zum Einsatz.
Am heutigen Sonntag war in der Stadt außer in der Kirche beim Gottesdienst nicht viel Betrieb.
Dass uns der Adventure Lap auch zu örtlichen Markthalle führte, war zwar gut gemeint, aber an einem Sonntag nicht sonderlich spannend.
Das Denkmal des portugiesischer Seefahrers Diago Gomes, dem Entdecker der Karpverden.
Er teilt das Schicksal vieler seine Denkmal-Kollegen: Die kackende Taube auf dem Kopf.
Das Gemälde zeigt den Politiker und Unabhängigkeitskämpfer
Amílcar Cabral
(*1924 †1973)
Er führte den Befreiungskampf von der portugiesischen Kolonialherrschaft an und trug maßgeblich zur Unabhängigkeit von Kap Verde bei. Er wurde am 20. Januar 1973 in Conakry (Guinea) ermordet. Er wird als Nationalheld verehrt.
Nach 8 zurückgelegten Kilometern waren wir zum Mittagessen wieder auf der ARTANIA zurück.
Vom Schiff gibt es noch Folgendes zu berichten:
- )Wir erhielten am Nachmittag kurz vor der Kaffeestunde in die Kabine von der Rezeption einen Anruf. Der Rezeptionist fragte, ob unser Problem in der Dusche (das Wasser floss nicht ab) vom Klempner mittlerweile beseitigt worden sei. Ich konnte berichten, dass alles zur vollsten Zufriedenheit in Ordnung gebracht worden sei.
Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte die Antwort lauten müssen: „Nein leider noch nicht. ...
... und das Wasser steht mittlerweile in der Kabine einen Meter hoch.“Denn unsere Meldung, dass das Wasser in der Dusche nicht abläuft, stammte vom 8. Januar, also vor 10 Tagen und das Problem wurde am selben Tag innerhalb der nächsten Stunde beseitigt.
- ) Auf dem Schiff wird schon wieder kräftig gehustet und geschnupft. Deshalb hatte der Kreuzfahrer an die grippigen Passagiere appelliert, aus Rücksicht den Mitreisenden gegenüber in den Ausflugsbussen und bei den Shows in der Atlantik-Show-Lounge eine Maske zu tragen. Maken kann man kostenlos an der Rezeption und vor den Ausflügen am Sammelpunkt in der Artania-Show-Lounge erhalten.
Der Apell hatte zur Folge, dass in den Ausflugsbussen eine Maskenträger zu sehen waren. Ob sich die Träger selbst vor einer Infektion schützen oder ihre Mitreisenden schützen wollen, wissen wir nicht.
Aber alles in allem ist der Apell und die Bereitstellung von Masken lobend zu erwähnen. - ) Es gab zur Kaffeestunde, wie von Klaus Gruschka versprochen, die sonntägliche Schwarzwälder Kirsch.
Um 18:00 Uhr legte die ARTANIA ab.
6 volle Seetage lagen für die Atlantiküberquerung vor uns, bevor wir in St. Maarten in der Karibik wieder festen Boden unter den Füßen haben würden.







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