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Große Amerika-Reise mit MS Artania 2026

In 125 Tagen in die Kabrik, Umrundung von Südamerika, durch den Panama Kanal, Mittelamerika, entlang der Ostküste der USA hoch bis New York und zurück nach Europa (07.01.2026 - 12.05.2026)

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98. Reisetag – Dienstag, 14.04.2026 Santo Domingo/Dominikanische Republik

Da wir heute schon um 14:30 Uhr wieder zurück an Bord sein mussten, wollten wir der Altstadt von Santo Domingo einen Besuch abstatten. Das schafft man locker in wenigen Stunden. Die Altstadt ist ca. 5 Kilometer vom Passagierhafen entfernt. Dorthin verkehrte auch alle 20-25 Minuten ein kostenloser Shuttlebus, den die Dom.Rep, zur Verfügung gestellt hatte.
Am Hafenausgang an der Shuttlebus-Haltestelle warteten schon ca. 30 Passagiere auf die Ankunft des Busses. Wir hatten gestern schon gesehen, dass es sich hierbei um einen kleinen Bus handelt und was es bedeutet, wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot hatte wir ja vor einigen Tagen in Santo Tomas de Castilla/Guatemalalive miterlebt.

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Doris bei der Bestellung eines Fahrzeugs über die Uber-App.


Wir bestellten uns kurzerhand stattdessen einen Uber.

 

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Man beachte die Hütte im Hintergrund mit dem Emblem Politur., wobei hier nicht für ein Reinigungsmittel für Möbel geworben wird.

 

Neben der allgegenwärtigen Polizei (Policia Nacional), gibt es in der Dominikaninischen Republik zusätzlich noch die Touristen Polizei (Policia Tourismo), die Politur, die speziell auf uns Touristen aufpasst.

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Unser Uber brachte uns  für knapp 3 € (ohne Trinkgeld) zur Puerta de las Atarazanas, ...

 

... einem Stadttor in der alten Stadtmauer, genau dort, wo auch die erwähnten Shuttles die ARTANIA-Passagiere wieder frei ließen.

Wir wurden bei unserem Gang durch die Altstadt von unserem virtuellen Stadtführer Adventure Lab geleitet. Der Vollständigkeit halber hier die 5 Stationen, die wir dadurch abgelaufen haben:

  • Casa del Cordón- Das älteste Steinhaus der Neuen Welt (fertiggestellt ca. 1503).
  • Panteón de la Patria - Die nationale Gedenkstätte für die Helden der Dominikanischen Republik
  • La Catedral de Santo Domingo - Die erste Kathedrale Amerikas (Catedral Primada de América), geweiht 1541.
  • Monumento a la Inmigración Japonesa - Erinnert an die japanischen Einwanderer, die ab 1956 in die Dominikanische Republik kamen.
  • El Altar de la Patria - Ein Mausoleum aus weißem Marmor im Parque Independencia
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El Altar de la Patria

 

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Das Centro Dominico-Alemán (das uns die Adventure Lab App verschwiegen hatte), ...

 

... ist ein Ort für die deutsche Community und für Dominikaner, die sich für die deutsche Kultur und Sprache interessieren.

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Eine Stätte der deutschen Leitkultur.


Hier hätten wir gerne einen Kaffee getrunken, aber bewirtschaftet wird das Centro nur abends am Wochenende.

 

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Die örtliche Müllabfuhr

 

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Die geschmackvollen Straßenschilder haben mir gefallen.

 

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Um 14:45 Uhr fand die Rettungsübung statt und um 16:00 Uhr startete die ARTANIA zur letzten Etappe mit der Bezeichnung Karibik, US-Ostküste und zurück in die “Alte Welt“.

Ein großes Dankeschön an den Bar-Manager  Nico, der Doris mit alkoholfreien Sekt versorgen ließ.

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(v.l.n.r.) Elmar, Cori, Doris und Maria.

 

 

99. Reisetag – Mittwoch, 15.04.2026 Samaná Halbinsel/Dominikanische Republik

Heute war mal wieder Tendertag. Bepackt mit Badesachen strebten wir auf der ARTANIA der dortigen Tenderplattform entgegen. An Land wollten wir uns mit einem Uber zu einem Strand fahren lassen, um ein bisschen schwimmen zu gehen.

Als wir in das Tenderboot einstiegen, waren wir vom Donner gerührt. Geschehen noch Zeichen und Wunder?
Hier muss ich ein klein wenig ausholen.
Die Tenderboote, die seit dem letzten Jahr neu angeschafft wurden, haben im oberen Bereich 8 Sitze, Barhockern nicht unähnlich. Sobald diese besetzt sind, haben die Leute, die im „normalen“ untern Bereich des Boots Platz nehmen wollen bzw. müssen, keine Möglichkeit mehr, sich festzuhalten, wenn sie die Stufen hinuntergehen müssen.

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Ein Griff ist hier nicht mehr möglich, höchstens ein Übergriff.



Denn die Seitenlehnen der „Barhocker“ sind gleichzeitig die Griffe, um sich beim Absteigen festzuhalten.

 

Deshalb wird regelmäßig im Tagesprogramm darauf hingewiesen, dass diese Sitze frei bleiben sollen. Natürlich hält sich kein Schwein an diese Aufforderung.
Ich habe dieses Dilemma ausführlich im letztjährigen Blog im Tageseintrag vom 25.5.2025 beschrieben und mit Fotos dokumentiert.
Ich hatte damals auch eine Mail an Phoenix nach Bonn geschickt, dass dieses Problem nachhaltig nur dann gelöst werden kann, wenn alle Kapitäne auf der ARTANIA die Tendercrews anweisen, besagte Regel bei den Passagieren auch durchzusetzen. Denn das Balancieren, ohne sich festzuhalten zu können, ist unfallträchtig.
Die Folge war, dass wir (Doris und ich) vor ein „Tribunal“, bestehend aus Kapitän Burkard Müller und Michael Schulze, seines Zeichens Direktor Schiffsreisen bei Phoenix geladen wurden.
Dort erklärte mir der der „not amused“ Kapitän, dass es bezüglich der oberen Sitzreihe im Tender keine Regel, sondern nur einen Hinweis gäbe. Regeln seien einzuhalten und dafür sei er auch verantwortlich, aber für Hinweise seien alleine die Passagiere zuständig. Außerdem gäbe es genug andere Haltemöglichkeiten, was ich wiederum nach wie vor bestreite. Und überhaupt sei der Tendercrew nicht zuzumuten, die Passagiere diesbezüglich zu reglementieren. Da der Direktor Schiffsreisen voll auf Linie des Kapitäns war (oder umgekehrt?) liefen wir mit unserem Ansinnen gegen eine Betonwand.
Über dieses Gespräch wurde im Blogeintrag vom 31.05.2025. berichtet

Warum ich jetzt die ollen Kamellen wieder ausgepackt habe?

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Wegen diesen laminierten Blättern auf den „Hochsitzen“.

 

Unser freudiges Erstaunen war jedenfalls sehr groß.
Aber gleichzeitig taten sich etliche Frage auf.

  • Was hat den Sinneswandel bewirkt? Ist jemand gestürzt oder hat mal einer nachgedacht, dass für die Beachtung der Regel – pardon des Hinweises – relativ einfach gesorgt werden kann?
  • Ist das nur eine Eintagsfliege oder werden die laminierten Blätter jetzt tatsächlich immer ausgelegt?
  • Wie lange wird es dauern, bis die Passagiere dahinter kommen, dass man gleich zu Anfang des Tender-Boarding die Hochsitze trotz Hinweisschild belegen kann, ohne dass jemand von der Crew einschreitet?

Wir werden sehen.

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Der Anlegebereich für die Tenderboote war großzügig und weitläufig angelegt.


Aber jetzt zum eigentlichen Landgang.

 

Wir hatten uns den recht nahegelegenen (5 Km) Strand Playa Anadel ausgesucht und dort den Cayenas del Mar Beach Club, denn dort gibt es alles was man für einen bequemen Strandaufenthalt braucht (Liegen, Sonnenschirme, WC, Umkleide etc.).
Der Versuch ein Uberfahrzeug zu bekommen, misslang. Die App versicherte zwar ständig, ein Fahrzeug zu suchen, aber gefunden wurde keines. So gaben wir auf und fragten einen Tuk-Tuk Fahrer, was der Spaß denn kosten sollen. Hin- und später wieder zurück 80 US-Dollar war die Antwort. Unser Gegenangebot von 20 Dollar wurde zähneknirschend akzeptiert. Unsere Überlegung war nämlich, dass ein Uber für die einfache Strecke 3 Dollar gekostet hätte und mit dem etwas mehr als 3-fachen Uber-Kilometerpreis ist dem Touristennepp ausreichend Genüge getan.

 

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Dass der Tuk-Tuk-Fahrer uns dann nicht zu dem gewünschten Beachclub, ...

 

... sondern zu der Strandkneipe seines Bruders gefahren hat, sahen wir nicht allzu eng.

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Hölzers Stillleben.


Wir machten es uns erst mal gemütlich.

 

 

Zwei Passagierrinnen vom Schiff hatte es ebenfalls hierher verschlagen. Sie hatten tatsächlich 80 Dollar für den Transfer bezahlt, wie sie uns berichtet hatten.
Zum Baden sind wir allerdings nicht mehr gekommen.

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Die weißen Wolken wechselten die Farbe ...

 

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... und ein Wolkenbruch, der nicht aufhören wollte, ...

 

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Ich hatte mein E-Book mit dabei und konnte während der Regenzeit ein wenig lesen.


... trieb uns unter das Dach der Strandkneipe.

 

Als nach fast 1 ½ Stunden der Regen aufgehört hatte, lohnte sich Badengehen nicht mehr.
Wir wollten dann schon mal unsere Zeche bezahlen (2 x Cola) und dem Wirt zusätzlich 5 Dollar für gewährtes Asyl geben, aber in der Rechnung von 10 Dollar war die Nutzung von Tisch und Stuhl bereits enthalten, sodass sich unser freiwilliger Goodwill erledigt hatte.
Unser Fahrer kam pünktlich auf die Minute, allerdings nicht mit seinem Tuk-Tuk, sondern mit einem modernen, neuwertigen Mini-Van und lieferte uns an der Tenderstation ab. Mehrkosten durch das komfortablere Fahrzeug waren nicht entstanden.

Mittlerweile schien die Sonne, die dunklen Wolken hatten sich vollständig verzogen. Da kam es wie gerufen,...

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... dass es am Tenderanleger einen nagelneuen Pool (Baujahr 2026) und Liegen für Kreuzfahrtgäste gab und das ohne irgendwelche Gebühren.

 

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So kamen wir dann doch noch in den Genuss, eine Runde zu schwimmen.

 

Abends konnte ich im Internet nachlesen, dass die Poolanlage, mit Toiletten, Duschen etc. deshalb gebaut wurde, um bis zu 3 große, auf Reede liegende Kreuzfahrtschiffe mit bis zu 10.000 Passagieren bedienen zu können.

 

 

100. Reisetag – Donnerstag, 16.04.2026 Seetag

Der 100. Reisetag und der 1. Seetag der neuen Etappe und schon ist wieder Galaabende.

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Es sieht so aus, dass wir, warum auch immer, auf Wasser und Brot gesetzt worden sind

 

Da unsere Steaks noch von „medium“ auf „medium well“ nachbearbeitet wurden, konnten wir sie nicht gleich vom Buffet mitnehmen. Deshalb wurden unsere Teller erst etwas später vom Koch an unseren Tisch gebracht.

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Das Brot war uns als Beilage lieber als die standardmäßig angebotenen Grießmuffins.

 

 

101. Reisetag – Freitag, 17.04.2026 Nassau/Bermudas

Für heute hatten wir keine größeren Unternehmungen geplant.

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Es gab lediglich ein konkretes Ziel, nämlich der Besuch der „Queen‘s Staircase“.

 

Dannach wollten wir uns einfach etwas treiben lassen.

Queen’s Staircase ist eine ca. 70 Meter lange Felsschlucht an deren Ende eine Treppe mit 66 Stufen nach oben führt.

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Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass es sich hier nicht um eine natürliche Schlucht handelt, sondern dass diese in „Handarbeit“ zwischen 1793 und 1794 von etwa 600 versklavten Afrikanern aus dem Kalksteinfelsen gehauen wurde.
Das herausgeschlagene Material der 70 Meter langen und 30 Meter hohen Schlucht wurde für den Bau des nahegelegenen Forts Fincastle verwendet.

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Die Einfassung um diese Gruppe von Palmen ...

 

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... besteht aus Steinen und den Gehäusen der „Großen Fechterschnecke“, der Queen Conch, wie sie hier genannt wird.

 

Die Queen Conch ist Hauptbestandteil einer Spezialität der Bahamas, die Conch Fritters.

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Foto:Wikipedia


Die Schnecke wird gehackt in einen würzigen Teig gemischt und zu kleinen Bällchen geformt und anschließend frittiert.

 

Liebe Leser, ihr könnt davon ausgehen, dass wir auf diesen außergewöhnlichen Gaumenkitzel verzichtet haben.

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Die Amerikanische Botschaft ist genau so gesichert wie die Grenze zu Mexiko.

 

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Das Schild wies uns darauf hin, ...

 

... dass wir uns vor dem Hund auf dem Grundstück in acht nehmen sollten. Wir hatten aber gar nicht vor, das Areal zu betreten.

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Hier der zum Schild zugehörige Hund.

 

Irgendwann verschlägt es den Kreuzfahrer in die Geschäftsstraße, die extra für ihn mit passenden Geschäften bestückt ist.

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Die Preise sind entsprechend angepasst.
Es gibt einen eindeutigen Indikator für das Preisniveau in einer Gegend und das ist der Preis für einen Kühlschrankmagneten.
Sehr selten, aber es gibt es, dass ein solcher Magnet nur 2 US-Dollar kostet. Dann befindet man sich in einem Eldorado für Schnäppchenjäger.
Wenn dafür allerdings 5 Dollar verlangt werden, sind die Preise im Allgemeinen eher gesalzen.
Hier in Nassau kosten die Magnete 8 Dollar, ein einmaliger Rekord, der uns heute erstmalig begegnete.
Beispiele gefällig?

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Eine kleine Tüte Werthers Echte für 10,99 $ ...

 

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...oder ein Snickers für 3,30 $ im Süßwaren-Paradies, ...

 

...dann sind die Juwelierläden nebenan mit dem Schmuck und den Luxusuhren bestimmt keine Discounter.

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Kostenloses WiFi zieht die Crew magisch an. 😊


Der Preis für freies WiFi ist weltweit gleich.

 

Eine Übernachtung in der Luxussuite des Atlantis Paradise Island kostet 25.000 $ die Nacht.

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Das Atlantis Paradise Island

 

Der Haken dabei: Man muss für mindestens 5 Nächte buchen.
Das Hotel (Baujahr 1998) hier in Nassau stand übrigens Pate für das berühmtere Atlantis - The Palm in Dubai (Baujahr 2008).

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Schlepper mit blauer Rastafari-Frisur.

 

 

102. Reisetag – Samstag, 18.04.2026 Freeport/Bermudas

Die Bermudas bestehen aus unzähligen Inseln und Inselchen. Gestern waren wir auf der Insel New Providence mit Nassau, der Hauptstadt der Bermudas.
Weiter nördlich liegt Grand Bermuda mit unserem heutigen Ziel Freeport, die mit 39,3 km² die weitaus größte Insel dieses Archipels.

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In Freeport gibt es für Touristen eigentlich nur 2 Optionen. Entweder lässt man sich zu einem der weiter entfernten Strände fahren oder man macht gar nichts.

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Ein paar Souvenierläden und ein Restaurant waren vorhanden.


Da uns heute nicht der Sinn nach Strandurlaub stand, stromerten wir nur ein wenig rund um den Anleger herum.

 

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Der Hafen, seines Zeichens ein Frei­hafen, liegt mitten in einem Gewerbe­gebiet, sodass es wenig Sinn machte, das Hafeng­elände überhaupt zu Fuß zu verlassen.

 

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Mit uns lag die Katamaran-Fähre Jaume II, eine High-Speed Ferry im Hafen.

 

Sie pendelt zwischen Fort Lauderdale, unserem morgigem Ziel und Freeport hin und her. Sie ist mit 70 Km/h doppelt so schnell wie die ARTANIA und legt die Strecke rüber in die USA in 3 Stunden zurück.

Auf der ARTANIA hat war schon die Umsetzung der strengen amerikanischen Hygienerichtlinien für Kreuzfahrtschiffe im Gange. Die Behältnisse mit den Körnern (Sesam, Sonnenblumenkerne etc.) hatten jetzt alle Deckelchen, genau wie die Marmeladen. Der Toaster und das scharfe Messer zum Aufschneiden der Brötchen waren verschwunden. Im Restaurant Vierjahreszeiten muss das Frühstück von den Kellnern serviert werden, weil das Buffet nicht mit dem sogenannten Spuckschutz, diesen Plexiglasscheiben, versehen ist.

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Die "Haustüren" der ARTANIA sind normaleweise mit dicken Vorhängen verdeckt.



Große Vorhänge sind jetzt nicht mehr erlaubt.

 

So mussten der Vorhang im Bordkino und die Vorhänge, die die Ausstiegsluken verdeckt haben, entfernt werden.
An den Tischen auf den Außendecks vor und hinter dem Lido-Restaurant darf nicht mehr gespeist werden. Und seit Tagen wird geputzt und geputzt und geputzt.
Das ist nicht erst seit der Ära Trump so Vorschrift, womit bewiesen wäre, dass die amerikanische Administration schon immer etwas "besonders" war. (Die spinnen die Amis, würde Obelix sagen.)

 

 

103. Reisetag – Sonntag, 19.04.2026 Fort Lauderdale/Florida/USA

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Im Port Everglades, dem Hafen von Fort Lauderdale, war die Fähre Jaume II natürlich lange schon vor uns da.

 

Die ARTANIA konnte sich für die 79 Seemeilen von Freeport hierher in der Nacht Zeit lassen.

Vom Frühstücken wurden wir zunächst einmal abgehalten, ...

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weil gerade der Austausch der Rettungsinseln im vollen Gange war ...

 

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... und wir das nicht unbeobachtet lassen konnten.

 

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Nach dem Frühstück erfolgte im Terminalgebäude der sogenannte Facecheck, also die Einreisekontrolle. Wir durften, nachdem wir fotografiert wurden, von allen 10 Fingern die Fingerabdrücke genommen wurden und die Pässe elektronisch eingelesen worden waren, in die Vereinigten Staaten von Amerika einreisen.

Hier bei der Einreisekontrolle manifestierte sich, wie wiedersinnig getroffene Maßnahmen sind, wenn verschiedene Behörden unabhängig voneinander agieren.
Für die Hygienevorschriften für Kreuzfahrtschiffe ist die CDC (Centers for Disease Control and Prevention) und für die Sicherheit bei der Einreise die CBP (Customs and Border Protection) verantwortlich.
Der Einreisebehörde ist die Hygiene völlig wurscht.

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Hunderte von Leute betatschen die Scheibe des Fingerabdruck-Scanners, ohne dass zwischendurch eine Reinigung oder Desinfizierung erfolgt.

 

Nach der Prozedur stand auch kein Spender bereit, um sich die Hände desinfizieren zu können.
Aber Doris hatte vorgesorgt und hatte ein Fläschchen mit Desinfektionsmittel im Rucksack.

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Fort Lauderdale ist eine amerikanische Großstadt mit unpersönlichen Wohntürmen und Bürogebäuden.

 

Eines der wenigen lohnenden Ziele ist eine Fahrt mit einem Luftkissenboot über die Everglades oder der Besuch des „River Walk“ entlang des New River im Zentrum der Stadt.
Da wir die Everglades schon kannten, nahmen wir den River Walk ins Visier.
Die Fahrt zum 7 Kilometer entfernten Smoker Family Park, wo wir unseren River Walk starten wollten, sollte bei Uber 30 Dollar kosten, also kein Schnäppchen.

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Aber siehe da, Doris zauberte eine weitere App auf ihren Smartphone hervor, nämlich die des Fahrdienstleisters Lyft, wo die Fahrt für 20 $ angeboten wurde.

 

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Der Smoker Family Park ist kein Eldorado für Raucher, sondern wurde zu Ehren von Stanford K. Smoker (1921–2016) benannt.

 

Er kämpfte seinerzeit dafür, dass dieses Stück Land am New River als öffentliche Grünfläche erhalten geblieben ist, anstatt bebaut zu werden.

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Hier fesselten erst einmal die
Grauhörnchen
(Sciurus carolinensis)
unsere volle Aufmerksamkeit.

 

Auf dem New River verkehrt auf einem Rundkurs der LauderGO! Water Trolley, ein relativ kleines Boot für ca. 20 Leute. Im Gegensatz zu den recht teuren Wassertaxis ist die Fahrt kostenlos; ein Trinkgeld für den Bootsführer wird allerdings gerne gesehen.
Der Smokers Family Park liegt am Südufer des New River ...

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und ganz in der Nähe befand sich auch eine der 8 Anlegestellen.

 

Allerdings konnten wir nicht mitfahren, weil das Boot erst gar nicht anlegte, weil es schon voll war und niemand hier aussteigen wollte.
So machten wir uns zu Fuß auf, schließlich nannte sich die Gegend hier ja auch River Walk.

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Das Besondere an dieser Kugel des Künstlers Devin Devine ist, dass sie komplett ohne Mörtel, Kleber oder Zement zu­sammen­gehalten wird.

 

Sie besteht aus Tausenden von flachen Steinen (meist Schiefer oder Sandstein), die allein durch Schwerkraft, Reibung und präzises Stapeln in dieser perfekten runden Form bleiben.

Einige Geocaches lockten uns etwas vom Fluss weg, erwiesen sich aber als Flops, zumindest aus touristischer Sicht.

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Das vermeintliche Highlight der Cache-Tour, als „Not a Bad View“ bezeichnet, war eine Fahrt mit dem Aufzug auf ein Parkdeck, wo die Aussicht auf ein paar Hochhäuser genauso trist war, wie von der Straße aus auch.

 

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Zurück am Fluss hatten wir Glück; zum einen legte gerade ein LauderGO! Water Trolley an ...

 

... und zum anderen waren für uns gerade noch zwei Plätze frei geworden

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Der Fluss war vollgeparkt mit großen, teuren Jachten.

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Zu finden war auch MAGA Irrsinn ...

 

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... und Sonstiges.

 

Wir beendeten unser Trolley-Bootsfahrt an einer Anlegestelle am Nordufer.

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Die Florida East Coast (FEC) Railway Bridge über den New River ist eine sogenannte Rollklappbrücke aus den 1970er Jahren.

 

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Das NSU*-Museum beherbergt unter anderem eine Ausstellung über den Verpackungskünstler Christo. Allerdings zog uns nicht die Kunst hierher, sondern die Möglichkeit der Toilettennutzung.

* Nova Southeastern University

 

 

Die Andrews Avenue Bridge über den New River ist eine Klappbrücke, die ebenso wir die Eisenbahnbrücke vom Ingenieur William Scherzer konstruiert wurde.

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Wenn die Brücke, wie hier oben ist, um ein größeres Schiff oder eine Segelyacht mit hohem Mast durchzulassen, müssen alle Fahrzeuge und Fußgänger gleichsam warten, sogar ein Tesla Cyber-Truck.

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Die Rückfahrt zum Hafen erfolgte wieder über den Fahrdienst Lyft für 15 $.

 

 

104. Reisetag – Montag, 20.04.2026 Miami/Florida/USA

Von Fort Lauderdale nach Miami sind es auf der Landstraße knapp 50 Kilometer, auf dem Wasser eine Handvoll Seemeilen mehr.

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Das Stadtbild von Miami wird durch die Wolkenkratzer bestimmt.

 

Von unserem Cruise Terminal sollte alle 20 Minuten ein kostenloser Trolley zum gut 2 Kilometer entfernten Bayside Marketplace fahren.
Diesen Service wollten wir auch nutzen, weil der Bayside Marketplace etwas günstiger liegt, um von dort mit einem Uber oder ähnlichem weiter nach Miami Beach zum berühmten Ocean Drive zu fahren. Der Ocean Drive beherbergt die weltweit höchste Konzentration an Art-déco-Gebäuden aus den 1930er und 1940er Jahren. Das wollten wir uns ansehen.
Der Reiseführer schwärmte auch vom legendären Nachtleben, was aber tagsüber eigentlich kein überzeugendes Argument ist - aber egal.
An der Bushalltestelle für den Trolley hatten sich schon eine ordentliche Menge Artanier gesammelt, nur es kam kein Bus.

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Wir schauten uns das Drama gut 10 Minuten an und bestellten uns ein Fahrzeug, dass nach weiteren 10 Minuten auch kam. Inzwischen war übrigens immer noch kein Trolley aufgetaucht.
Als wir in unser Fahrzeug stiegen, schloss sich uns ein Ehepaar spontan an, sodass der Fahrpreis von 20 Dollar geteilt werden konnte. Die Fahrt für die gut 10 Kilometer lange Strecke zum Ocean Drive dauerte

Bei der Fahrt kamen wir auch in die Nähe der Baustelle einer riesigen Brücke, die ab 2029 eine marode Hochstraße ersetzen soll.

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Nicht nur die Konstruktion der Brückenbogen ist faszinierend ….

 

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… sondern auch das Dixi-Klo in luftiger Höhe.

 

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Mit der Stippvisite am Strand von Miami Beach, ...

 

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... dem Begutachten der Muskelmänner am Lummuspark ...

 

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... und dem Flanieren am Ocean Drive vorbei an der Art-déco-Architektur ...

 

... war unser Programm an dieser „ikonischen Meile“ auch schon beendet.

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Wir hatten genügend Miami-Beach-Flair geschnuppert. Außerdem gingen uns die penetranten „Promoter“ an den vielen Restaurants, die die Leute zur Einkehr bewegen wollten, auf den Zwirn.

Per Uber gelangten wir nach Little Havanna.
Florida und speziell Miami hat eine große kubanische Community und so entstand in den 1960er Jahren der Stadtteil Little Havanna.

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In der Calle Ocho hat sich der touristische Teil entwickelt. Hier sind die urigen Restaurants, die Zigarrenmanufakturen, Bäckereien etc.

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1950er-Jahre-Feeling in einem "Diner's" wie damals.

 

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Die Azucar Ice Cream Company ist die angesagtes Eisdiele in Little Havana. Nach einem Blick auf die Preistafel nahmen wir von unserem Vorhaben Abstand.

 

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Diese Hähne findet man überall im Viertel, wie in Berlin die Bären.

 

 

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Das Bay of Pigs Monument in Little Havanna, erinnert an eines der dramatischsten Ereignisse des Kalten Krieges. Die „Invasion in der Schweinebucht“ (Bahía de Cochinos) im April 1961 war ein gescheiterter militärischer Versuch, die kubanische Regierung unter Fidel Castro zu stürzen. Schon damals scherten sich die amerikanische Politik einen Dreck um das Völkerrecht.

 

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Beim Anblick dieses Tattoos mit dem kubanischen Stern aus der Landesflagge und der Jahreszahl stellte sich von selbst die Frage, was es damit auf sich hat.

 

Zwischen April und Oktober 1980 kam es zu einer Massenauswanderung von Kuba in die USA. Über den Hafen von Mariel durften Kubaner, die das Land verlassen wollten, dies tun. 125.000 Menschen, die sogenannten „Marielitos“, nutzten diese Gelegenheit.
Dieser Mann zeigt mit seinem Tattoo stolz, dass er ein Marielito ist.

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Im Máximo Gómez Park, auch bekannt als Domino Park trifft sich die ältere kubanische Generation zum Domino und Schach spielen.

 

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Um an den fest installierten Tischen Platz nehmen zu dürfen, muss man über 55 Jahre alt sein.

 

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Die Rückfahrt zum Hafen wollten wir mit den öffentlichen (kostenlosen) historischen Trolley-Bussen bewerkstelligen. Hierzu wäre einmal Umsteigen erforderlich gewesen.

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Zur Um­steige­halte­stelle (Brickel Station) haben wir es auch problemlos geschafft.

 

Aber mit der Weiterfahrt erlebten wir den gleichen Schiffbruch, wie heute vormittag kein Hafen.

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Es kamen zwar im Minuten­takt his­to­rische Busse an, ...

 

... aber jedes Mal erklärte uns der Fahrer, dass er nicht zum Miami Port fährt, sondern dass dies ein späterer Bus sei.
In einem der Busse, die nicht zum Hafen fuhren, saß eine Dame, die auch zurück zur ARTANIA wollte und glaubte im richtigen Bus zu sitzen. Sie stieg dann aber auf unser Anraten doch aus, nachdem uns wiederum vom Fahrer versichert wurde, dass er nicht zum Hafen fahren würde.
Mit der Dame unter unserer Obhut, spielten wir das Spiel „Fahrer fragen“ noch ein- zweimal, bis wir es aufgaben und über den Fahrdienst Lyft ein Fahrzeug orderten, dass uns rasch die wenigen Kilometer zur ARTANIA brachte.

 

 

105. Reisetag –Dienstag, 21.04.2026 Seetag/USA

Am Nachmittag fand an der Kopernikus-Bar ein Fotoshooting statt, zu dem auch wir geladen waren. Mit den knapp 200 Passagieren, die die gesamte Amerika-Reise absolvierten, sollte ein Gruppenfoto angefertigt werden.

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Wir sind mal gespannt, ob wir auf dem Foto überhaupt zu erkennen sein werden, denn wir standen hinten, vorne war das Gedränge zu groß.

Am Abend in Harry’s Bar überraschte und Maricel, eine Getränke-Kellnerin, die wir seit einigen Jahren kennen, mit einer liebevollen, selbstgebastelten Papier-Collage, worüber wir uns sehr gefreut haben.

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Ideengeber war wohl ein Shirt mit Snoopy-Motiven, das Doris immer mal wieder trägt.

 

 

 

106. Reisetag –Mittwoch, 22.04.2026 Charleston/South Carolina/USA


Nach 2 Metropolen mit Hochhäusern und Wolkenkratzern war Charleston mit seinen Häusern aus dem 18. Jahrhundert, zum Teil im viktorianischen Stil, eine willkommene Abwechslung.

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Prachtvillen in der East Battery Street.

 

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An vielen der historischen Häusern brennen Gaslaternen – auch tagsüber.

 

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Die "Rainbow Row" mit den pastellfarbenen Häusern in der East Bay Street ist angeblich das meistfotografierte Motiv in ganz Charleston.

 

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Dass wir in Amerika waren, konnte man gut an diesem Schild festmachen.

 

Das Hinweisschild, dass kein Rettungsschwimmer im Dienst ist und das Waten im Brunnen auf eigene Gefahr erfolgt, hielten wir zunächst für einen Witz.

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Aber das gleiche Schild war auch am Pineapple Fountain (Ananas-Brunnen) aufgestellt, also tatsächlich ernst gemeint.

 

So sichert sich die Stadtverwaltung gegen Regressansprüche ab, falls im Brunnen tatsächlich jemand verunfallen sollte.

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Seightseeing per Pferdekutsche. Wir gingen allerdings zu Fuß.


Auf unseren Weg durch die historische Altstadt machten wir zwei „Zufallsfunde“, die wir gar nicht auf dem Radar hatten.

 

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Der Schalterraum.


Zunächst stolperten wir über das United States Post Office and Courthouse an der Ecke Broad und Meeting Street.

 

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Der Raum mit den Schließfächern.


Es gilt als das älteste kontinuierlich betriebene Postamt in den USA.

 

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Das Treppenhaus

 

Der Dienststellenleiter dieses Postamts scheint kein Freund des Präsidenten und Vizepräsidenten zu sein, denn die Portraits dieser beiden "ungewöhnlichen" Republikaner hingen nicht an exponierter Stelle im Schalterraum, ...

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... sondern wurden an eine unauffällige Stelle ins Treppenhaus verbannt.

 

Der zweite „Zufallsfund“ war die St. Michael’s Episcopal Church.

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Dort befindet sich in dem original erhaltenen Kirchengestühl aus Zypressenholz die Box Nr. 43.

 

Hier saßen schon 1791 George Wadhington und 1861 Robert E. Lee, der General der Konföderierten.

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Am ehemaligen Sklavenmarkt besuchten wir das „Old Slave Mart Museum“.

 

Auf Texttafeln, anhand von Dokumenten und einigen Artefakten wird die Geschichte des menschenverachtenden Sklavenhandels und das Schicksal der versklavten Menschen, die auf dem Markt verkauft wurden, erzählt.

Im White Point Park (auch “The Battery” genannt) konnten wir nicht nur alte Kanonen fotografieren, was eher langweilig ist, ...

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... sondern auch wieder amerikanische Eichhörnchen,...

 

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... sowie einen Nachtreiher und ...

 

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... und haben Nester mit Silberreihern entdeckt.

 

Die Delphine konnte man den ganzen Tag über bequem vom Deck der ARTANIAbeobachten.

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Den kurzen Moment, wenn sie mit dem Kopf aus dem Wasser kommen, haben wir leider fotogtafisch nicht erwischt.